Weidenmeise (Poecile montanus)

Die Weidenmeise ist eine im Garten seltener zu beobachtende Meisenart, die sich gerne in Feuchtgebieten aufhält.

Merkmale Weidenmeise

  • Aussehen: Graubraune Oberseite, Unterseite hellgrau, mattschwarze Kappe.1
  • Größe/Länge:  11,5 cm2
  • Gewicht:  9-11 g3
  • Vorkommen: Von Westeuropa bis Ostasien (in einigen Gebieten fehlend).4
  • Lebensraum: Feuchte Wälder mit Weiden und anderen Weichhölzern, jedoch auch in totholzreichen, naturnahen Waldbeständen (auch trockener).5
  • Lebenserwartung:  2-3 Jahre6
  • Bevorzugte Speisen: Insekten, Kleintiere, kleine und weiche Sämereien.7
  • Fressfeinde:  Greifvögel, Rabenvögel, Marder, Katze.
  • Gefährdet durch: Ausräumung von Alt-/Totholz aus Wäldern, Lebensraumverlust (Feuchtgebiete)

 

Lebensweise/Fortpflanzung:

Die Weidenmeise zimmerst sich ihre Bruthöhle selbst in morsches Holz oder erweitert bereits bestehende Löcher. Ab April/Mai legt die Weidenmeise 6-9 weiße Eier mit sehr feinen rötlichen Punkten. Die Eier werden 13-15 Tage bebrütet und die Jungen bleiben rund 17-19 Tage im Nest.8

 

Besonderheiten:

Die Weidenmeise sieht der Sumpfmeise zum Verwechseln ähnlich. Zwar zeigt die Kopfplatte der Weidenmeise ein matteres Schwarz als das der Sumpfmeise,9 doch unterscheidet man die beiden Arten anhand ihres Gesangs einfacher voneinander.
 

Interessantes:

Die Weidenmeise kommt seltener als die Sumpfmeise vor, doch dort, wo sie sich zeigt, ist sie sehr ortstreu.10

 

Nutzen für den Naturgarten:

Insektenregulierung
 

Brutart:

Höhlenbrüter
 

Passende Nistkastenart:

Nisthöhle mit Fluglochweite 27 mm (3 runde Einfluglöcher)11
 

Das hilft der Weidenmeise:

Erhalt von Alt-/Totholz, Erhalt von Feuchtgebieten, Nistkästen bei vorhandenem Weidenmeisenbestand. Im für Weidenmeisen typischen Lebensraum (Feuchtgebiete) auch Futterstelle mit Sämereien.12
 

Das schadet der Weidenmeise:

Pestizide
 

Auszeichnungen:

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Persönliche Anmerkungen:

/

 

Literaturhinweise

BERTHOLD/MOHR: Vögel füttern – aber richtig, Stuttgart, Franckh-Kosmos-Verlag, 2006.

BURTON, ROBERT: Vögel im Garten, München, Dorling Kindersley Verlag GmbH, 2004, 2008, 2013.

BEZZEL, EINHARD: BLV Handbuch Vögel, München, BLV Verlagsgesellschaft mbH, 1996.

HENZE, OTTO | GEPP, JOHANNES: Vogelnistkästen in Garten & Wald, Graz, Leopold Stocker Verlag, 2004.

HUME, ROB: Vögel in Europa, München, Dorling Kindersley Verlag GmbH, 2002, 2007, 2010, 2013, 2016.

STICHMANN, WILFRIED: Der große Kosmos-Tierführer, Stuttgart, Franckh-Kosmos-Verlag, 2005.

 

  1. Vgl. BURTON (2004, 2008, 2013), S. 190. []
  2. HUME (2016), S. 278. []
  3. HUME (2016), S. 278. []
  4. Vgl. BEZZEL (1996), S. 451. []
  5. Vgl. STICHMANN (2005), S. 82/3. []
  6. HUME (2016), S. []
  7. Vgl. BEZZEL (1996), S. 451. []
  8. Vgl. BEZZEL (1996), S. 451. []
  9. Vgl. BERTHOLD/MOHR (2006), S. 45. []
  10. Vgl. HENZE/GEPP (2004), S. 104. []
  11. Vgl. HENZE/GEPP (2004), S. 104. []
  12. Vgl. BERTHOLD/MOHR (2006), S. 45. []