Sumpfmeise (Poecile palustris)

Die Sumpfmeise wird häufig mit der Weidenmeise verwechselt, zeigt sich jedoch häufiger in Gärten, sofern diese sich in Waldnähe befinden.

Merkmale Sumpfmeise

  • Aussehen: Graubraune Oberseite, hellgraue Unterseite, glänzend schwarze Kappe und schwarzer Latz.1
  • Größe/Länge:  12 cm2
  • Gewicht:  10-12 g3
  • Vorkommen: Eurasien (in einigen Gebieten fehlend)).
  • Lebensraum: Laubwälder, seltener auch Parks und Gärten.4
  • Lebenserwartung:  2-3 Jahre5
  • Bevorzugte Speisen: Insekten, Kleintiere sowie kleine Sämereien im Winter.6
  • Fressfeinde:  Greifvögel, Rabenvögel, Marder, Katzen
  • Gefährdet durch: Verlust von altholzreichen Laubwaldbeständen

 

Lebensweise/Fortpflanzung:

Die Sumpfmeise legt ihr Nest in vorhandenen Baum- und Spechthöhlen, ausgefaulten Astlöchern aber auch bodennah zwischen Wurzeln von Laubbäumen an. Ab April bis Mai legt sie 6-10 weißliche Eier mit rötlichen Tupfen, die sie 13-17 Tage bebrütet. Die Jungen bleiben rund 16-21 Tage im Nest.7

 

Besonderheiten:

Die Sumpfmeise lässt sich von der ihr zum Verwechseln ähnlich sehenden Weidenmeise durch ihre glänzend schwarze Kopfkappe (Weidenmeise: mattschwarz) sowie ihren Gesang unterscheiden.

 

Interessantes:

Die Sumpfmeise verwendet für den Bau ihres Nestes weder Laub, noch Rinde oder Nadeln, sondern nur zartes Zypressenschlafmoos von Buchenstämmen. Die Oberfläche des Nestes wird gerne mit Rehhaaren und Wolle von Hase oder Fuchs sowie hin und wieder mit weichen Federn von Waldohreule und Eichelhäher bedeckt.8

 

Nutzen für den Naturgarten:

Insektenregulierung

 

Brutart:

Höhlenbrüter

 

Passende Nistkastenart

Nisthöhle mit Fluchlochweite 27 mm (3 runde Einfluglöcher)
Nisthöhle mit Fluglochweite 3 x 45 mm (ovales Einflugloch)9
 

Das hilft der Sumpfmeise:

Futterstelle mit Sonnenblumen- und Hanfkörnern10.

 

Das schadet der Sumpfmeise:

Pestizide
 

Auszeichnungen:

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Persönliche Anmerkungen:

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Literaturhinweise

BERTHOLD/MOHR: Vögel füttern – aber richtig, Stuttgart, Franckh-Kosmos-Verlag, 2006.

BURTON, ROBERT: Vögel im Garten, München, Dorling Kindersley Verlag GmbH, 2004, 2008, 2013.

BEZZEL, EINHARD: BLV Handbuch Vögel, München, BLV Verlagsgesellschaft mbH, 1996.

HENZE, OTTO | GEPP, JOHANNES: Vogelnistkästen in Garten & Wald, Graz, Leopold Stocker Verlag, 2004.

HUME, ROB: Vögel in Europa, München, Dorling Kindersley Verlag GmbH, 2002, 2007, 2010, 2013, 2016.

STICHMANN, WILFRIED: Der große Kosmos-Tierführer, Stuttgart, Franckh-Kosmos-Verlag, 2005.

 

  1. Vgl. BURTON (2004, 2008, 2013), S. 190. []
  2. STICHMANN (2005), S. 82/3. []
  3. HUME (2016), S. 279. []
  4. Vgl. STICHMANN (2005), S. 82/3. []
  5. HUME (2016), S. 279. []
  6. Vgl. BEZZEL (1996), S. 450. []
  7. Vgl. BEZZEL (1996), S. 450. []
  8. Vgl. HENZE/GEPP (2004), S. 98. []
  9. Vgl. HENZE/GEPP (2004), S. 98. []
  10. Vgl. BERTHOLD/MOHR (2006), S. 45. []