Schwarzkehlchen (Saxicola torquatus)

Das Schwarzkehlchen ist ein Bodenbrüter, der offene Flächen mit spärlicherer Vegetation bevorzugt und mitunter mit dem Braunkehlchen verwechselt wird.

Schwarzkehlchen Steckbrief

  • Aussehen: Schwarzer Kopf und schwarze Kehle mit weißen Flecken am Hals, rostrote Brust (Männchen).1 Oberseite braun mit schwarzem Streifen, dunkler Kopf und dunkle Kehle mit schwarzen Strichen, Brust hellrostfarben (Weibchen).2
  • Größe/Länge:  13 cm3
  • Gewicht:  14-17 g4
  • Vorkommen: Brutvogel in Eurasien (in einigen Gebieten fehlend) sowie in Afrika (südlich der Sahara).5
  • Lebensraum: Karg bewachsene Böden am sonnigen Standort, Sandgruben, Ginsterheiden sowie Dünenlandschaften.6
  • Lebenserwartung:  Bis 5 Jahre7
  • Bevorzugte Speisen: Kleine Insekten, Wirbellose.8
  • Fressfeinde:  Katze, Fuchs, Marder, Greifvögel, Rabenvögel
  • Gefährdet durch: Lebensraumzerstörung, Gefahren auf dem Weg vom/ins Winterquartier

 

Lebensweise/Fortpflanzung:

Das Schwarzkehlchen legt sein Nest am Boden oder in direkter Bodennähe in der Vegetation an. Dort legt es ab April 4-6 weiße oder grünliche Eier, die feine rötliche Flecken aufweisen. Die Eier werden 14-15 Tage bebrütet und die Jungen bleiben für rund 12-13 Tage im Nest.9
 

Besonderheiten:

Das Schwarzkehlchen (Weibchen) wird häufiger mit dem Braunkehlchen verwechselt. Allerdings besitzt das Braunkehlchen im Gegensatz zum Schwarzkehlchen einen weißen Überaugenstreif.10

 

Interessantes:

Das Schwarzkehlchen lässt sich gut beobachten, wenn es beispielsweise kleine Büsche oder Halme als Singwarten nutzt, von denen aus es seinen Gesang vorträgt.11

 

Nutzen für den Naturgarten:

Insektenregulierung
 

Das hilft dem Schwarzkehlchen:

Erhalt offener Flächen, insektenfreundliche Bepflanzung, Sitz- und Singwarten. In Großbritannien werden Futterstellen mitunter durch das Schwarzkehlchen genutzt, weswegen es durch die derzeitigen Bestandszunahmen in bestimmten Gebieten auch bei uns zu einer zunehmendenden Nutzung von Futterstellen durch das Schwarzkehlchen kommen könnte.12

 

Das schadet dem Schwarzkehlchen:

Pestizide
 

Auszeichnungen:

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Persönliche Anmerkungen:

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Literaturhinweise

BERTHOLD/MOHR: Vögel füttern – aber richtig, Stuttgart, Franckh-Kosmos-Verlag, 2006.

BEZZEL, EINHARD: BLV Handbuch Vögel, München, BLV Verlagsgesellschaft mbH, 1996.

HUME, ROB: Vögel in Europa, München, Dorling Kindersley Verlag GmbH, 2002, 2007, 2010, 2013, 2016.

STICHMANN, WILFRIED: Der große Kosmos-Tierführer, Stuttgart, Franckh-Kosmos-Verlag, 2005.

 

  1. Vgl. STICHMANN (2005), S. 68/3. []
  2. Vgl. BEZZEL (1996), S. 402. []
  3. STICHMANN (2005), S. 68/3. []
  4. HUME (2016), S. 353. []
  5. Vgl. BEZZEL (1996), S. 402. []
  6. Vgl. STICHMANN (2005), S. 68/3. []
  7. HUME (2016), S. 353 []
  8. Vgl. BEZZEL (1996), S. 402. []
  9. Vgl. BEZZEL (1996), S. 402. []
  10. Vgl. BEZZEL (1996), S. 402. []
  11. Vgl. BEZZEL (1996), S. 402. []
  12. Vgl. BERTHOLD/MOHR (2006), S. 58. []