Amsel (Turdus merula)

AmselDie Amsel ist der wohl bekannteste Vogel, der neben dem heimischen Garten inzwischen auch die Städte erfolgreich als Lebensraum nutzt.
 

Amsel Steckbrief

  • Aussehen: Ober- und Unterseite schwarz (Weibchen braun), orangegelber Augenring, leuchtend gelber Schnabel, langer Schwanz.1
  • Größe/Länge:  26 cm2
  • Gewicht:  80-110 g3
  • Vorkommen: Nordwestafrika, Europa und Kleinasien (in einigen Gebieten fehlend).4
  • Lebensraum: Ursprünglich Waldvogel, heute überall auf dem Land und in der Stadt.5
  • Lebenserwartung:  bis 5 Jahre6
  • Bevorzugte Speisen: Regenwürmer, Kleintiere am Boden, , Beeren und weiche Früchte.7
  • Fressfeinde:  Greifvögel, Rabenvögel, Marder, Katze
  • Gefährdet durch: Gefahren des Stadtlebens wie Fensterscheiben, durchsichtige Lärmschutzwände und Stadtverkehr,8 Viren (Usutu-Virus)

 

Lebensweise/Fortpflanzung:

Die Amsel legt ihr Nest an den verschiedensten Standorten (beispielsweise Bäumen, Büschen, Fenstersimsen, Kletterpflanzen etc.) an. Ab Ende Februar/Anfang März legt sie dort 4-7 bläulichgrüne Eier mit brauner Zeichnung, die sie rund 14 Tage bebrütet. Die Jungen bleiben circa 14 Tage im Nest und werden noch bis zu 2-3 Wochen nach Verlassen des Nestes gefüttert.9

Besonderheiten:

Amseln können manchmal beim Sonnenbaden beobachtet werden, was der Gefiederpflege dient. Hierbei setzen sie sich auf den Boden in die Sonne, spreizen Flügel sowie Schwanz und verharren für einige Zeit in dieser Position.10

Interessantes:

Sind die in vielen Gärten typischen, kurzgeschorenen Rasenflächen für die meisten anderen Vögel vollkommen uninteressant, so ist bei der Amsel das Gegenteil der Fall. Hier findet sie reichlich Regenwürmer, die ihre bevorzugte Nahrung darstellen. Regenwürmer profitieren von Grasschnittresten, die bei solch gepflegten Rasenflächen (selbst bei Verwendung eines Fangkorbs am Rasenmäher) regelmäßig anfallen.11

Nutzen für den Naturgarten:

Insektenregulierung

Brutart:

Freibrüter

Das hilft der Amsel:

Laub unter Büschen und Bäumen liegen lassen, beerenreiche Sträucher und Kletterpflanzen, Nisttaschen. Zudem Bodenfutterstelle mit Haferflocken, Nussbruch, Fettfutterprodukten (wie beispielsweise Meisenknödeln), Sonnenblumenkernen, Maiskörnern und Apfelstücken.12

Das schadet der Amsel:

Pestizide

Auszeichnungen:

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Persönliche Anmerkungen:

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Literaturhinweise

BERTHOLD/MOHR: Vögel füttern – aber richtig, Stuttgart, Franckh-Kosmos-Verlag, 2006.

BURTON, ROBERT: Vögel im Garten, München, Dorling Kindersley Verlag GmbH, 2004, 2008, 2013.

BEZZEL, EINHARD: BLV Handbuch Vögel, München, BLV Verlagsgesellschaft mbH, 1996.

HUME, ROB: Vögel in Europa, München, Dorling Kindersley Verlag GmbH, 2002, 2007, 2010, 2013, 2016.

STICHMANN, WILFRIED: Der große Kosmos-Tierführer, Stuttgart, Franckh-Kosmos-Verlag, 2005.

WESTPHAL, UWE: Das große Buch der Gartenvögel, Darmstadt, pala Verlag, 2018.

 

  1. Vgl. BURTON (2004, 2008, 2013), S. 164-165. []
  2. STICHMANN (2005), S. 74/1. []
  3. HUME (2016), S. 339. []
  4. Vgl. BEZZEL (1996), S. 404. []
  5. Vgl. STICHMANN (2005), S. 74/1. []
  6. HUME (2016), S. 339. []
  7. Vgl. BEZZEL (1996), S. 404. []
  8. Vgl. WESTPHAL (2018), S. 12. []
  9. Vgl. BEZZEL (1996), S. 405. []
  10. Vgl. BURTON (2004, 2008, 2013), S. 165. []
  11. Vgl. WESTPHAL (2018), S. 12. []
  12. Vgl. BERTHOLD/MOHR (2006), S. 56. []