Teichhuhn (Gallinula chloropus)

Das Teichhuhn ist ein flinker Sumpfvogel, der sich häufig in Parks beobachten lässt.

  •  Aussehen: Roter Schnabel, weißer Flankenstreif, weiße Unterschwanzdecken sowie aufgestellter Schwanz, wirkt graziler als das Blässhuhn.1
  • Größe/Länge: 33 cm2
  • Gewicht: 200-400 g3
  • Vorkommen: Weit verbreitet; unter anderem Nord- und Südamerika, Europa, Asien, Afrika.4
  • Lebensraum: Auf Gewässern aller Art, auch auf sehr kleinen.5 Bei uns im Tiefland verbreiteter, im Winter zur Nahrungssuche viel in Parkanlagen.6
  • Lebenserwartung: 18 Jahre, 7 Monate (Höchstalter eines beringten Vogels; durchschnittliche Lebenserwartung deutlich geringer (EURING)).7
  • Bevorzugte Speisen: Kleintiere wie Würmer, Schnecken, Insekten, Spinnen, kleine Fische, Blätter, Samen, Beeren und gelegentlich die Eier anderer Vögel.8
  • Fressfeinde: Greifvögel, Rabenvögel, Katze, Fuchs, Marder.
  • Gefährdet durch: Zerstörung von Feuchtgebieten, Mangel an ungestörten Gewässern mit naturnahen Uferbereichen, Störungen an Brut- und Nahrungsplätzen.9 Anglerschnüre.

 

Lebensweise: Sein Nest baut das Teichhuhn zwischen Wasserpflanzen, aber auch in Hecken oder Bäume. Es besteht aus Zweigen und Schilf und wird mit feineren Pflanzen ausgekleidet.10

Von April bis Ende Juli werden 5-11 gelbbraune bis rahmfarbene Eier mit vielen dunkelbraunen Flecken und Punkten gelegt. Häufig finden 2, selten auch 3 Jahresbruten statt. Die Brutzeit dauert 19-22 Tage und die Jungen sind nach circa 35 Tagen flugfähig, wobei die Familie jedoch häufig noch länger zusammen bleibt.11

 

Besonderheiten: Das Teichhuhn stellt zwischen den in der dichten Verlandungsvegetation lebenden Rallen wie zum Beispiel der Wasserralle und dem großenteils auf dem offenen Wasser lebenden Blässhuhn sozusagen die goldene Mitte dar.12 Das Teichhuhn hat lange Zehen, welche eher als Lauf- und Kletterinstrumente dienen,13 keine Schwimmhäute,14 weswegen es größere Wasserflächen nicht gerne durchschwimmt.15

 

Interessantes: Das Teichhuhn ist ganzjährig in vielen Zoos zu finden. Dort besiedelt es freiwillig die Gehege von Wasser- und Hühnervögeln, um sich bei den Fütterungen unter die Zoovögel zu mischen und so von einem reichen Nahrungsangebot zu profitieren.16

 

Nutzen für den Naturgarten: /

 

Das hilft dem Teichhuhn: Alle Maßnahmen, die dem Erhalt von Feuchtgebieten und ungestörten Gewässern/Uferbereichen dienen. Sachgemäße Entsorgung von Abfällen.

 

Das schadet dem Teichhuhn: Trockenlegung von Feuchtgebieten, Zerstörung von naturnahen Uferbereichen, Störungen an Brut- und Futterplätzen.

 

Auszeichnungen: /

 

Persönliche Anmerkungen: /

 

Literaturhinweise

BERTHOLD, PETER / MOHR; GABRIELE: Vögel füttern – aber richtig, Stuttgart, Franckh-Kosmos-Verlag, 2006.

BEZZEL, EINHARD: BLV Handbuch Vögel, München, BLV Verlagsgesellschaft mbH, 1996.

BURTON, ROBERT: Vögel im Garten, München, Dorling Kindersley-Verlag, 2004, 2008, 2013.

STICHMANN, WILFRIED: Der große Kosmos-Tierführer, Stuttgart, Franckh-Kosmos-Verlag, 2005.

 

  1. Vgl. BERTHOLD/MOHR (2006), S68. []
  2. STICHMANN (2005), S. 142/2. []
  3. URL: http://www.nabu-koblenz-umgebung.de/biodiversit%C3%A4t/v%C3%B6gel/teichhuhn/ []
  4. Vgl. BEZZEL (1996), S. 213. []
  5. STICHMANN (2005), S. 142. []
  6. Vgl. BEZZEL (1996), S. 213. []
  7. URL: http://www.vogelwarte.ch/de/voegel/voegel-der-schweiz/teichhuhn.html []
  8. Vgl. BURTON (2004, 2008, 2013), S. 133. []
  9. URL: http://www.biostation-gt-bi.de/artenschutz/index.php?page=1&category=1&id=99 []
  10. Vgl. BURTON (2004, 2008, 2013), S. 133. []
  11. Vgl. BEZZEL (1996), S. 213. []
  12. Vgl. BEZZEL (1996, S. 214. []
  13. Vgl. BEZZEL (1996), S. 214. []
  14. Vgl. STICHMANN (2005), S. 142/2. []
  15. Vgl. BEZZEL (1996), S. 214. []
  16. Vgl. BERTHOLD/MOHR (2006), S. 68. []