Stockente (Anas platyrhynchos)

Männliche StockenteDie Stockente gehört zwar zu den selteneren Besuchern im Garten, allerdings kann sie sich durchaus einstellen, wenn in der Nähe des Gartens Flüsse oder Seen zu finden sind.

  • Aussehen: Männchen hell mit grünem Kopf und weißem Halsring, Weibchen braun mit weißlichem Schwanz1
  • Größe/Länge: 50-65 cm, Flügelspannweite 80-95 cm2
  • Gewicht: 1 – 1,5 kg3
  • Vorkommen: Asien, Europa, Nordamerika4
  • Lebensraum: Alle stehenden und fließenden Gewässer mit Flachwasserzonen. Sehr häufig auf Flüssen, Gräben, Teichen und Seen. Als Kulturfolger auch auf städtischen Parkgewässern.5
  • Lebenserwartung: Rund 15 Jahre in freier Wildbahn6
  • Bevorzugte Speisen: Auf dem Land Gras sowie Eicheln. Im Wasser Schnecken, Frösche, kleine Fische und Pflanzen. Küken fressen vor allem Insekten.7
  • Fressfeinde: Fuchs, Habicht, Marder, Wolf.8 Fischotter, Greifvögel, Uhu, Rabenvögel, Igel, Wanderratte und sogar Hecht.9)
  • Gefährdet durch: Bejagung durch den Menschen. Brutaufgaben durch menschliche Störungen (z.B. durch Wassersport).10

 

Lebensweise: Die Stockente verbringt den Tag an ruhigen, geschützten Plätzen und wechselt erst gen Abend zu ihrem Futterplatz. Am Morgen zieht sie sich dann erneut an ihren Ruheplatz zurück. Sie kann hervorragend sehen, was ihr das Entdecken von Feinden aus der Luft ermöglicht.11
stockente-weiblich (1)

Das Nest der Stockente ist meist unter dichter Vegetation zu finden und besteht aus Blättern, Gras und Daunen. Widmet sich das Weibchen der Nahrungssuche, deckt es sein Gelege ab. Es findet normalerweise eine Brut zwischen März und April statt, wobei 8-12 Eier im Gelege zu finden sein können.12

 

Besonderheiten: Nach der Brutzeit sind Stockenten circa 4 Wochen lang flugunfähig, weil sie alle Schwungfedern verlieren. Die Küken schlüpfen alle gleichzeitig und verlassen das Nest am ersten Tag. Sie können kurz nach dem Schlüpfen fressen und schwimmen, werden jedoch noch von der Mutter bis zu ihrer völligen Selbstständigkeit unterstützt13. Stockenten sind so genannte Nestflüchter.

 

Interessantes: Stockenten tauchen in der Regel nicht, sie „gründeln“. Auf der Suche nach Nahrung werden dabei Kopf und Hals ins Wasser getaucht, während der restliche Körper auf der Wasseroberfläche verbleibt. Der Name „Stockente“ weist übrigens auf ihren (ebenfalls möglichen) Brutplatz in Baumhöhlen und Kopfbäumen hin.14

 

Nutzen für den Naturgarten: Die Stockente verzehrt je nach persönlicher Vorliebe auch Nachtschnecken im Garten. Allerdings scheinen nicht alle Stockenten Gefallen daran zu finden.

 

Das hilft der Stockente: Im Handel sind spezielle Nistkörbe erhältlich, die du anbringen kannst, wenn du nahe an Gewässern wohnst.

 

Das schadet der Stockente: Häufigeres Füttern mit Brot (Salz, Konservierungsstoffe und Geschmacksvestärker). Verfüttern von verschimmelten Backwaren.15

 

Auszeichnungen: /

 

Persönliche Anmerkungen:  /

 

 

Literaturhinweise

BERTHOLD, PETER / MOHR; GABRIELE: Vögel füttern – aber richtig, Stuttgart, Franckh-Kosmos-Verlag, 2006.

BURTON, ROBERT: Vögel im Garten, München, Dorling Kindersley-Verlag, 2004.

STICHMANN, WILFRIED: Der große Kosmos-Tierführer, Stuttgart, Franckh-Kosmos-Verlag, 2005.

 

  1. Vgl. BERTHOLD / MOHR (2006), S. 73. []
  2. Vgl. BURTON (2003), S. 127. []
  3. URL: http://www.biologie-schule.de/ente-steckbrief.php []
  4. URL: http://www.biologie-schule.de/ente-steckbrief.php []
  5. URL: http://nrw.nabu.de/themen/jagd/wasservoegel/07265.html []
  6. URL: http://www.das-tierlexikon.de/stockente-608-pictures.htm []
  7. Vgl. BURTON (2003), S. 127. []
  8. URL: http://www.biologie-schule.de/ente-steckbrief.php []
  9. URL: http://www.natursportinfo.de/15194.html (Link leider nicht mehr verfügbar []
  10. URL: http://atlas.nw-ornithologen.de/index.php?cat=kap3&subcat=gefaehrdung&art=Stockente []
  11. Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz. Link (http://www.wald-rlp.de/lebensraum-wald/oekosystem-wald/voegel/stockente/lebensweise.html) leider nicht mehr verfügbar []
  12. Vgl. BURTON (2003), S. 127. []
  13. Vgl. BURTON (2003), S. 127. []
  14. Vgl. STICHMANN (2005), S. 120. []
  15. URL: http://berlin.nabu.de/tiereundpflanzen/voegel/wasservoegel/10474.html []