Singdrossel (Turdus philomelos)

Die Singdrossel weist Ähnlichkeit zur Misteldrossel auf, lässt sich aber anhand Größe, Farbgebung und Zeichnung von dieser unterscheiden.

  • Aussehen:  Olivbraune Oberseite, Kehle, Brust und Flanken gelblich, weißer Bauch, Unterseite mit kleinen, schwarzbraunen Flecken.1
  • Größe/Länge:  23 cm2
  • Gewicht:  65-90 g3
  • Vorkommen: Brutvogel von Europa bis zum Baikalsee, im Nordosten Kleinasiens und im Kaukasus (in großen Gebieten des Mittelmeergebietes jedoch fehlend).4
  • Lebensraum: Dichte Wälder (mehr Nadel- als Laubwälder), auch Parks und Gärten.5
  • Lebenserwartung:  /
  • Bevorzugte Speisen: Insekten und andere Wirbellose. Im Herbst auch Früchte und Beeren. Vor allem in Notlagen auch Gehäuseschnecken.6
  • Fressfeinde:  Greifvögel, Rabenvögel, Marder
  • Gefährdet durch: Lebensraumverlust

 

Lebensweise/Fortpflanzung: Die Singdrossel legt ihr Nest meist stammnah in Bäumen oder Büschen an. Ab April legt sie 4-6 intensiv hellblaue Eier mit wenigen runden und dunklen Tupfen, welche sie etwa 14 Tage bebrütet. Die Jungen bleiben im Anschluss daran circa 12-16 Tage im Nest.7
 

Besonderheiten:  Wenn Regenwürmer aufgrund des trockenen oder gefrorenen Bodens nicht mehr so einfach aus dem Boden gezogen werden können, frisst die Singdrossel vermehrt Gehäuseschnecken. Um an die Schnecke im Inneren zu gelangen, schlägt die Singdrossel das Gehäuse so lange auf einen Stein, bis dieses zerbricht und sie an das Innere gelangen kann.8

 

Interessantes:  Am ehesten kann die Singdrossel mit der Misteldrossel verwechselt werden. Als Unterscheidungsmerkmal dient unter anderem die Größe (die Singdrossel ist kleiner), allerdings ist dieser Unterschied ohne den direkten Vergleich nicht immer eindeutig.

Daher kann ein Blick auf die Farbgebung des Vogels helfen: Die Oberseite ist bei der Misteldrossel eher gräulich, bei der Singdrossel bräunlicher.
Zudem sind die dunklen Flecken auf der Brust bei der Singdrossel in Linien angeordnet, während sie bei der Misteldrossel eher verstreut liegen.9

 

Nutzen für den Naturgarten:  /

 

Das hilft der Singdrossel:  Beerenreiche Sträucher wie zum Beispiel Holunder, Stechpalme und Eberesche im eigenen Garten, Bodenfutterstellen mit Talg und Rosinen sowie an geschützten Stellen in Hecken/Büschen platzierte Äpfel.10 Zudem Weichfutter wie beispielsweise Bienenlarven.11

 

Das schadet der Singdrossel:  Biozide

 

Auszeichnungen:  /

 

Persönliche Anmerkungen: /

 

Literaturhinweise

BERTHOLD/MOHR: Vögel füttern – aber richtig, Stuttgart, Franckh-Kosmos-Verlag, 2006.

BEZZEL, EINHARD: BLV Handbuch Vögel, München, BLV Verlagsgesellschaft mbH, 1996.

BURTON, ROBERT: Vögel im Garten, München, Dorling Kindersley Verlag GmbH, 2004, 2008, 2013.

STICHMANN, WILFRIED: Der große Kosmos-Tierführer, Stuttgart, Franckh-Kosmos-Verlag, 2005.

 

  1. Vgl. BEZZEL (1996), S. 410. []
  2. STICHMANN (2005), S. 74/2. []
  3. Schweizerische Vogelwarte Sempach. Singdrossel. Stand: 01.12.16. http://www.vogelwarte.ch/de/voegel/voegel-der-schweiz/singdrossel.html []
  4. Vgl. BEZZEL (1996), S. 410. []
  5. Vgl. STICHMANN (2005), S. 74/2. []
  6. Vgl. BURTON (2004, 2008, 2013), S. 167. []
  7. Vgl. BEZZEL (1996), S. 410-411. []
  8. Vgl. BURTON (2004, 2008, 2013), S. 166. []
  9. Vgl. BURTON (2004, 2008, 2013), S. 167. []
  10. Vgl. BURTON (2004, 2008, 2013), S. 167. []
  11. Vgl. BERTHOLD/MOHR (2006), S. 57. []