Ringeltaube (Columba palumbus)

RingeltaubeDie Ringeltaube ist unsere größte heimische Taube, die in Frühjahr und Sommer häufig paarweise zu beobachten ist. 

  • Aussehen: Blaugraues Gefieder mit weißem Halsfleck und weißen Flügelbändern.1 Rötlicher Schnabel mit weißem Fleck an der Basis.2
  • Größe/Länge: 40 cm3
  • Gewicht: 450-520 g4
  • Vorkommen: Nordafrika sowie in fast allen Ländern Europas bis Südwestsibirien und bis ins westliche Zentralasien.5
  • Lebensraum: Wälder, Parks und Gärten.6
  • Lebenserwartung: 17 Jahre, 8 Monate (Höchstalter eines beringten Vogels; durchschnittliche Lebenserwartung deutlich geringer (EURING)).7
  • Bevorzugte Speisen: Eicheln, Bucheckern, Getreidesamen, grüne Blätter (z.B. Klee), Beeren und andere Früchte beziehungsweise Sämereien.8
  • Fressfeinde: Greifvögel, Marder
  • Gefährdet durch: Jagd, schneereiche Winter (Kälteempfindlichkeit)9

 

Lebensweise/Fortpflanzung: Die Ringeltaube nutzt einen einfachen Bau auf Bäumen oder höheren Büschen (in Städten auch auf Mauersimsen, Fensterbänken etc.), in den sie von April bis September 2 weiße Eier legt. Die Brutzeit dauert 16-17 Tage und die Jungen bleiben 28-32 Tage im Nest.10

 

Besonderheiten: Die Ringeltaube trinkt auf eine Weise, die sich von anderen Vögeln unterscheidet. Sie hebt beim Trinken nämlich nicht den Kopf, sondern saugt das Wasser ein, während der Schnabel tief ins Wasser getaucht bleibt. Ermöglicht wird ihr dies durch verschließbare Nasenöffnungen.11

 

Interessantes: Die Ringeltaube füttert ihre Jungen nicht mit Insekten, sondern mit Kropfmilch. Dies macht sie unabhängig von Insekten, die nur einen begrenzten Zeitraum verfügbar sind und sorgt dafür, dass ihre Brutsaison recht früh beginnt und lange dauert.12

 

Nutzen für den Naturgarten: /

 

Das hilft der Ringeltaube: Unterstützung beim Bau/Erhalt von sogenannten Taubentürmen. Hier werden die Tiere versorgt und eine Dezimierung des Taubenbestandes in Städten durch Ersetzen von gelegten Eiern mittels Kunsteiern erreicht. Auch wenn die Ringeltaube keine Haustaube ist, so hat sie sich doch in vielen Städten angesiedelt. Daher betreffen auch sie alle Maßnahmen, die zur Bestandsdezimierung/Vergrämung eingesetzt werden.

 

Das schadet der Ringeltaube: Fragwürdige Maßnahmen zur Bestandsdezimierung / zweifelhafte Vergrämungsmaßnahmen

 

Auszeichnungen: /

 

Persönliche Anmerkungen: /

 

Wichtiger Hinweis: Vielerorts wurden Fütterungsverbote für Tauben erlassen, welche auch die Fütterung von Wildtauben beinhalten können. Am besten erkundigen Sie sich bei den zuständigen Behörden diesbezüglich, um nicht mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten.

 

Literaturhinweise

BERTHOLD, PETER / MOHR; GABRIELE: Vögel füttern – aber richtig, Stuttgart, Franckh-Kosmos-Verlag, 2006.

BEZZEL, EINHARD: BLV Handbuch Vögel, München, BLV Verlagsgesellschaft mbH, 1996.

BURTON, ROBERT: Vögel im Garten, München, Dorling Kindersley-Verlag, 2004, 2008, 2013.

STICHMANN, WILFRIED: Der große Kosmos-Tierführer, Stuttgart, Franckh-Kosmos-Verlag, 2005.

 

  1. Vgl. BERTHOLD/MOHR (2006), S. 63. []
  2. Vgl. BURTON (2004, 2008, 2013), S. 141. []
  3. STICHMANN (2005), S. 164/2. []
  4. URL: http://www.vogelwarte.ch/de/voegel/voegel-der-schweiz/ringeltaube.html [04.01.16] []
  5. Vgl. BEZZEL (1996), S. 292. []
  6. Vgl. STICHMANN (2005), S. 164/2. []
  7. URL: http://www.vogelwarte.ch/de/voegel/voegel-der-schweiz/ringeltaube.html [07.01.16] []
  8. Vgl. BEZZEL (1996), S. 292. []
  9. Vgl. BEZZEL (1996), S. 293. []
  10. Vgl. BEZZEL (1996), S. 292. []
  11. URL: http://www.bsh-natur.de/uploads/%C3%96koportr%C3%A4ts/047%20-%20Die%20Ringeltaube.pdf [07.01.16] []
  12. Vgl. BURTON (2004, 2008, 2013), S. 140. []