Reisigzaun

ReisigzaunDer Reisigzaun ist zwar nicht ganz so bekannt wie der Reisighaufen, bietet jedoch vielerlei Gestaltungsmöglichkeiten im Naturgarten.

Ein Reisigzaun besteht aus mehreren Pfählen, die doppelreihig in den Boden gesetzt werden und zwischen denen Reisig aufgeschichtet wird. Auf dem Bild links wurden der vorhandene Maschendrahtzaun und die dazugehörigen Pfosten anstelle einer zweiten Pfostenreihe als hintere Begrenzung genutzt.

 

Welche Tiere leben in einem Reisigzaun?

Dies ist zum einen sehr stark davon abhängig, wie tief, wie hoch und wie lang ein Reisigzaun ist. Vor allem Tiefe und Höhe spielen hierbei eine Rolle, aber auch die Länge trägt dazu bei, einen Reisigzaun für bestimmte Tiere attraktiver zu machen. Folgende Tiere können sich unter anderem einstellen:

  • Spinnen
  • Käfer
  • Spitzmäuse
  • Igel
  • Hasen
  • Amphibien und Reptilien
  • bestimmte Vogelarten wie z.B. Zaunkönig, Rotkehlchen, Heckenbraunelle

 

Wie kann ich einen Reisigzaun anlegen?

Zunächst einmal sollten Sie sich überlegen, welche Funktion der Reisigzaun für die Tiere in Ihrem Garten ausüben soll. Sollen lediglich Kleintiere darin Unterschlupf finden oder möchten Sie größere Tiere anlocken? Danach überlegen Sie sich, welches gestalterische Element der Reisigzaun in Ihrem Garten übernehmen soll. Streben Sie einen mit dem Reisgizaun verbundenen Sichtschutz an? Soll der Reisigzaun lediglich als niedrigere Abgrenzung zu diversen Beeten oder verschieden genutzten Bereichen innerhalb des Gartens dienen? Wünschen Sie sich ein eher rustikales, natürliches Aussehen oder sollte der Reisigzaun im Zen-Stil eher elegant und ordentlich wirken?

Wenn diese Fragen geklärt sind, dann geht es darum, den passenden Ort für den Zaun sowie die geeignete Tiefe, Breite und Länge festzulegen und das Material dementsprechend auszuwählen. Geht es Ihnen zum Beispiel vorwiegend um kleine Bewohner, dann darf es durchaus auch ein Reisigzaun mit geringer Tiefe und/oder Höhe sein etc. Bedenken Sie bei Ihren Überlegungen bitte auch, dass ein Reisgizaun regelmäßig nachgefüllt werden muss und dass natürlich mehr Schnittmaterial benötigt wird, je höher, tiefer bzw. länger der Reisigzaun ist. Die hierfür benötigte Menge wird schnell unterschätzt.

Auch sollten Sie sich Gedanken über die Stabilität Ihres Reisigzauns machen. Je höher und tiefer der Zaun wird, desto stabiler müssen die verwendeten Pfähle/Pfosten sein, desto geringer darf der Abstand zwischen ihnen sein und desto sicherer müssen sie im Boden verankert werden. Für eine wirklich stabile Konstruktion empfiehlt es sich, bei größerer Last über Einschlaghülsen (weniger geeignet bei steinigem Untergrund) beziehungsweise Pfostenanker nachzudenken. Diese können Sie (je nach gewählter Variante) einbetonieren und anschließend die Pfähle darauf befestigen.

Sind die Pfähle gesetzt, dann können Sie damit beginnen, Reisig aufzuschichten. Achten Sie idealerweise darauf, dass die verwendeten Äste länger sind als der Abstand zwischen den einzelnen Pfählen, damit sie nicht aus dem Zaun „herausrutschen“. Sollte Ihr Zaun mehrere Meter lang werden, dann legen Sie zudem das Schnittgut nicht einfach nur aneinander, sondern lassen es an Punkten, an denen sie neu anlegen, übereinander lappen.

Für einen rustikalen Reisigzaun können Sie angefallenes Schnittgut recht unbekümmert aufschichten. Wünschen Sie sich ein eleganteres, gepflegteres Aussehen, dann sollten Sie sämtliche abgehenden Zweige eines Astes entfernen, damit Sie das Schnittgut geordnet aufschichten können. Bedenken Sie allerdings auch, dass bei letzterer Variante weniger Hohlräume entstehen und dadurch bestimmte Tierarten bereits weniger Interesse an Ihrem Reisigzaun zeigen werden.

 

Wichtiger Hinweis: Gerade wenn Sie Kinder und/oder Haustiere haben beziehungsweise einen Reisigzaun an Ihrer Grundstücksgrenze planen, sollten Sie ganz besonderes Augenmerk auf die Stabilität Ihres Reisigzauns richten und sich diesbezüglich unbedingt von einem Fachmann beraten lassen.