Laubhaufen

LaubhaufenDie Anlage eines Laubhaufens gestaltet sich spielend leicht und stellt daher einen der allerersten Schritte auf dem Weg zum eigenen Naturgarten dar. 

Wenn Sie nach Maßnahmen suchen, der Natur mehr Raum in Ihrem Garten zu geben, werden Sie an einem Laubhaufen nicht vorbeikommen. Zugegeben: Ein Laubhaufen muss jedes Jahr aufs Neue angelegt werden. Doch selten können Sie mit so geringem Aufwand für eine sofortige Verbesserung der Lebensbedingungen einiger Tiere in Ihrem Naturgarten sorgen, wie durch einen Laubhaufen.

 

Warum ist ein Laubhaufen überhaupt wichtig?

  • Einige Insekten finden im Laub Schutz vor den im Winter kälter werdenden Temperaturen. Mit einem Laubhaufen helfen Sie diesen Insekten zu überleben.
  • Auch die Insektenfresser unter den Vögeln profitieren von einem Laubhaufen, denn je mehr Insekten im Laub überleben, desto erfolgreicher verläuft ihre eigene Futtersuche.
  • Größere Tiere wie zum Beispiel Amphibien, Igel aber auch Reptilien suchen ebenfalls Schutz vor der Kälte. Ein Laubhaufen bietet ihnen perfekte Bedingungen.

 

Wie legt man einen Laubhaufen an?

In diesem Punkt gibt es wirklich nicht viel, was Sie falsch machen können. Suchen Sie einen Platz an geschützter Stelle und häufen Sie dort zusammengetragenes Laub so lange auf, bis ein schöner Haufen entstanden ist. Wenn Sie genügend Platz im Garten haben, dann legen Sie am besten mehrere Laubhaufen an verschiedenen Stellen an.

Tipp: Immer empfehlenswert sind windgeschützte Standorte und auch solche, die vor Störungen durch den Menschen sicher sind.

 

Die Tiere in Ihrem Garten sind die besten Lehrmeister

Ich empfehle Ihnen unbedingt, auch ein wenig zu experimentieren: Verwenden Sie für die verschiedenen Laubhaufen Blätter verschiedener Bäume und wählen Sie unterschiedliche Standorte.
Ahornblätter eignen sich durch ihre Größe zum Beispiel wunderbar als Regenschutz, denn die stattlichen Blätter funktionieren wie kleine Regenschirme. Sie können auch nur die oberste Schicht des Laubhaufens mit Ahornblättern bedecken. Aber natürlich benötigen Sie nicht unbedingt einen Ahornbaum: Auch die meisten anderen Blätter funktionieren hervorragend und haben unter Umständen andere Vorteile.

Bieten Sie ruhig auch unterschiedliche Standorte an: Legen Sie zum Beispiel einen Laubhaufen an einer Stelle an, die auch bei starkem Regen trocken bleibt und den zweiten Laubhaufen platzieren Sie an einer Stelle, die zwar nass werden kann, dafür aber mehr Sonnenstrahlen abbekommt.

Schauen Sie hin und wieder, ob Sie Hinweise auf neue „Mieter“ entdecken und beginnen Sie, ein Gefühl dafür zu entwickeln, was in Ihrem Garten funktioniert und was nicht.

 

Wichtiger Hinweis: Wenn Sie im Frühling die Reste Ihres Laubhaufens entfernen wollen, dann gehen Sie dabei bitte extrem sorgsam vor. Von außen haben Sie absolut keine Möglichkeit zu erkennen, wer es sich im Laub gemütlich gemacht hat. Manchen Tieren gefällt es dort so gut, dass Sie sich auch nach Winterende gerne noch im Laubhaufen aufhalten.
Kleinere Amphibien oder sogar Reptilien nutzen solche Reste eines Laubhaufens durchaus auch dann noch, wenn es schon längst wieder warm geworden ist.