Kolkrabe (Corvus corax)

Der Kolkrabe gehört zu den Rabenvögeln, ist deren größter Vertreter und gilt als ausgesprochen intelligent.

  • Aussehen: Schwarzes Gefieder, mächtiger Schnabel, keilförmiger Schwanz, etwa um die Hälfte größer als Rabenkrähe.1
  • Größe/Länge: 64 cm2
  • Gewicht: 1000-1500 g3
  • Vorkommen: Fast die gesamte Nordhalbkugel der Erde.4
  • Lebensraum: Sehr unterschiedliche halboffene Landschaften wie z.B. Felsküsten, Wälder und Gehölze.5
  • Lebenserwartung: /
  • Bevorzugte Speisen: Allesfresser, besonders Aas und Abfälle.6
  • Fressfeinde: Uhu, Marder.7
  • Gefährdet durch: Menschliche Verfolgung, Vergiftungsaktionen

 

Lebensweise/Fortpflanzung: Der Kolkrabe baut sein Nest auf Felswänden, aber auch in Bäumen. Ab März, manchmal auch schon ab Februar, legt er 4-6 grünlichblaue oder hellgrüne Eier mit vielen grauen, braunen oder olivfarbenen Flecken und Spritzern. Die Brutzeit beträgt rund 3 Wochen. Danach werden die Jungen mindestens 40 Tage gefüttert, wobei die Familie nach dem Ausfliegen noch zusammen bleibt.8

 

Besonderheiten: Der Kolkrabe zeigt ein Spielverhalten, welches sich sonst nur bei höher entwickelten Säugetieren und einigen wenigen Vogelarten (wie zum Beispiel bei Papageien) zeigt. So werden zum Beispiel Kunstflüge wie Salti, Schrauben und das Fliegen auf dem Rücken beschrieben, aber auch Spiele mit Objekten wie beispielsweise einem Stöckchen, welches unter anderem fallengelassen und im Flug wieder aufgefangen wird.9

 

Interessantes: Der Kolkrabe ist – wie andere Rabenvögel auch – sehr intelligent. Die Fähigkeiten, die die Vögel dabei zeigen, sind enorm. So werfen sie zum Beispiel Nüsse auf die Straße, um sie von darüber fahrenden Autos knacken zu lassen. Sie nutzen verschiedene Materialien als Werkzeuge, um damit zum Beispiel an Futter zu gelangen und wissen ihre Umwelt zu verstehen, indem sie gewisse physikalische Gegebenheiten wie zum Beispiel Wasserverdrängung verstehen und nutzen.10

 

Nutzen für den Naturgarten: „Gesundheitspolizei“ durch die Beseitigung von Aas, Dezimierung bei Mäuseplagen

 

Das hilft dem Kolkraben: Greifvögel-Futterplätze. Bitte beachten Sie hierbei, dass solche Plätze behördlich genehmigt werden müssen. Zudem gibt es in Bezug auf gereichtes Futter einiges zu beachten, sodass Sie sich auch bei erteilter Genehmigung umfassend bei Fachleuten informieren sollten, bevor Sie eine solche Futterstelle einrichten.

 

Das schadet dem Kolkraben: Pestizide

 

Auszeichnungen: /

 

Persönliche Anmerkungen: /

 

Literaturhinweise

BERTHOLD, PETER / MOHR; GABRIELE: Vögel füttern – aber richtig, Stuttgart, Franckh-Kosmos-Verlag, 2006.

BEZZEL, EINHARD: BLV Handbuch Vögel, München, BLV Verlagsgesellschaft mbH, 1996.

STICHMANN, WILFRIED: Der große Kosmos-Tierführer, Stuttgart, Franckh-Kosmos-Verlag, 2005.

 

  1. Vgl. BERTHOLD/MOHR (2006), S. 61. []
  2. STICHMANN (2005), S. 90/1. []
  3. URL: http://www.vogelwarte.ch/de/voegel/voegel-der-schweiz/kolkrabe.html [07.04.16] []
  4. URL: http://www.geo.de/GEOlino/natur/tierlexikon/voegel/tierlexikon-kolkrabe-78295.html [07.04.16] []
  5. Vgl. STICHMANN (2005), S. 90/1. []
  6. Vgl. BEZZEL (1996), S. 487. []
  7. URL: http://www.ebertseifen.de/Kolkra.pdf [07.04.16] []
  8. Vgl. BEZZEL (1996), S. 486. []
  9. Ebertseifen Lebensräume e.V.. Stand 07.04.16. http://www.ebertseifen.de/Kolkra.pdf (Link leider nicht mehr verfügbar) []
  10. URL: http://www.stern.de/panorama/wissen/natur/raben–verblueffend-intelligente-tiere-6553836.html [07.04.16] []