Hohltaube (Columba oenas)

Die Hohltaube ähnelt sowohl in Größe als auch Färbung der Haustaube und wird daher leicht mit ihr verwechselt.

  • Aussehen: Taubengrau, 3 kurze schwarze Querbinden im Flügel (meist nur 2 deutlich erkennbar), kein Weiß an Bürzel und Flügel.1
  • Größe/Länge: 33 cm2
  • Gewicht: 250-340 g3
  • Vorkommen: Europa, Nordwesten Afrikas, Asien.4
  • Lebensraum: Wälder, Gehölze und Parks.5
  • Lebenserwartung: 12 Jahre, 7 Monate (Höchstalter eines beringten Vogels; durchschnittliche Lebenserwartung deutlich geringer (EURING))6
  • Bevorzugte Speisen: Früchte und Samen von Gräsern und Kräutern, Eicheln, Bucheckern und Kleintiere am Boden.7
  • Fressfeinde: Greifvögel, Marder, Eichelhäher8, Elster9, Dohle10
  • Gefährdet durch: Jagd, Verschwinden von Ackerwildkräutern (Nahrungsquelle),11 Rückgang von Altholzbeständen (Nistmöglichkeiten),12 Reise vom/ins Winterquartier.

 

Lebensweise/Fortpflanzung: Die Holhtaube brütet in Baumhöhlen, aber auch Nistkästen. Von April bis August werden 2 weiße Eier gelegt, die 16-18 Tage bebrütet werden. Die Jungen bleiben 20-30 Tage im Nest. Es finden mehrere Jahresbruten statt.13

 

Besonderheiten: Die Hohltaube wird in der Nähe von Ortschaften leicht mit wildfarbigen Haus- und Straßentauben verwechselt.14

 

Interessantes: Die Hohltaube brütet besonders gerne in Höhlen, die vom Schwarzspecht gezimmert wurden.15

 

Nutzen für den Naturgarten: /

 

Das hilft der Hohltaube: Nisthöhlen. Indirekt: Unterstützung beim Bau/Erhalt von sogenannten Taubentürmen. Hier werden Tauben versorgt und eine Dezimierung des Taubenbestandes in Städten durch Ersetzen von gelegten Eiern mittels Kunsteiern erreicht. Auch wenn die Hohltaube keine Haustaube ist, so erscheint sie doch mitunter an Futterplätzen in Ortschaften und wird leicht mit der Haus- beziehungsweise Straßentaube verwechselt. Daher kann auch die Hohltaube von Maßnahmen betroffen sein, die zur Bestandsdezimierung/Vergrämung eingesetzt werden.

 

Das schadet der Hohltaube: Zweifelhafte Vergrämungsmaßnahmen

 

Auszeichnungen: /

 

Persönliche Anmerkungen: /

 

Wichtiger Hinweis: Vielerorts wurden Fütterungsverbote für Tauben erlassen, welche auch die Fütterung von Wildtauben beinhalten können. Am besten erkundigen Sie sich bei den zuständigen Behörden diesbezüglich, um nicht mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten.

 

Literaturhinweise

BEZZEL, EINHARD: BLV Handbuch Vögel, München, BLV Verlagsgesellschaft mbH, 1996.

STICHMANN, WILFRIED: Der große Kosmos-Tierführer, Stuttgart, Franckh-Kosmos-Verlag, 2005.

 

  1. Vgl. BEZZEL (1996), S. 290. []
  2. STICHMANN (2005), S. 164/3. []
  3. URL: http://www.vogelwarte.ch/de/voegel/voegel-der-schweiz/hohltaube.html [12.01.16] []
  4. URL: http://www.wald-rlp.de/lebensraum-wald/oekosystem-wald/voegel/hohltaube/vorkommen.html [12.01.16] []
  5. Vgl. STICHMANN (2005), S. 164/3. []
  6. URL: http://www.vogelwarte.ch/de/voegel/voegel-der-schweiz/hohltaube.html [12.01.16] []
  7. Vgl. BEZZEL (1996), S. 291. []
  8. Vgl. BEZZEL (1996), S. 291. []
  9. Vgl. BEZZEL (1996), S. 291. []
  10. Vgl. BEZZEL (1996), S.291. []
  11. URL: http://www.bund-naturschutz.de/artenbiotopschutz/artbeschreibungen/hohltaube.html [12.01.16] []
  12. URL: http://www.bund-naturschutz.de/artenbiotopschutz/artbeschreibungen/hohltaube.html [12.01.16] []
  13. Vgl. BEZZEL (1996), S. 290. []
  14. Vgl. BEZZEL (1996), S. 290. []
  15. Vgl. STICHMANN (2005), S. 164/3. []