Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros)

Der Hausrotschwanz ist ein Kurzstreckenzieher, der sich gerne in Siedlungen zeigt und vor allem durch seinen rostroten Schwanz auffällt.

Merkmale Hausrotschwanz

  • Aussehen: Weibchen unscheinbar bräunlich-gräulich mit rostrotem Schwanz, Männchen mit grauer Kappe, schwarzer Oberseite sowie mit rostrotem Bürzel und ebensolchem Schwanz.1
  • Größe/Länge:  14 cm2
  • Gewicht:  14-20 g3
  • Vorkommen: Brutvogel in Europa (in einigen Gebieten fehlend).4
  • Lebensraum: Siedlungen und felsiges Gelände.5
  • Lebenserwartung:  Bis 5 Jahre6
  • Bevorzugte Speisen: Insekten, kleine Spinnen, Beeren.7
  • Fressfeinde:  Greifvögel, Rabenvögel, Marder
  • Gefährdet durch: Verlust von Nistplätzen durch Gebäudesanierungen, Gefahren auf dem Weg vom/ins Winterquartier, Insektenrückgang

 

Lebensweise/Fortpflanzung:

Der Hausrotschwanz legt sein Nest in Mauerlöchern, Felsspalten, auf Balken, Brüstungen sowie gelegentlich auch im Inneren großer Räume an und wählt dafür häufig Nischen, Halbhöhlen oder Spalten. Ab April legt der Hausrotschwanz dort 4-6 weißliche Eier, die er knapp zwei Wochen bebrütet. Die Jungen bleiben rund 12-17 Tage im Nest.8

 

Besonderheiten:

Der Hausrotschwanz sucht seine Nahrung am Boden, fängt sie in der Luft oder sucht beispielsweise auf Blättern danach.9
 

Interessantes:

Der Hausrotschwanz knickst viel und zittert ebenso wie der Gartenrotschwanz häufig mit dem Schwanz.10

Nutzen für den Naturgarten:

Insektenregulierung
 

Das hilft dem Hausrotschwanz:

Nistkästen (beispielsweise Halbhöhlen-Nistkästen, die allerdings unbedingt gut vor Nesträubern geschützt angebracht werden müssen) v.a. nach Wegfall von Nistmöglichkeiten im Zuge von Gebäudesanierungen, insektenfreundliche Gartenbepflanzung, Sitzwarten. Weich- und Fettfutter vor allem bei Spätwintereinbrüchen.11

 

Das schadet dem Hausrotschwanz:

Pestizide
 

Auszeichnungen:

/

 

Persönliche Anmerkungen:

Ich konnte viele Jahre den Hausrotschwanz dabei beobachten, wie er auf einem Balken in einem Pferdestall seine Jungen aufzog und dabei in direkter räumlicher Umgebung mit Rauchschwalben nistete. Dabei funktionierte diese Gemeinschaft die ganze Zeit über vollkommen problemlos.

 

Literaturhinweise

BERTHOLD/MOHR: Vögel füttern – aber richtig, Stuttgart, Franckh-Kosmos-Verlag, 2006.

BURTON, ROBERT: Vögel im Garten, München, Dorling Kindersley Verlag GmbH, 2004, 2008, 2013.

BEZZEL, EINHARD: BLV Handbuch Vögel, München, BLV Verlagsgesellschaft mbH, 1996.

HUME, ROB: Vögel in Europa, München, Dorling Kindersley Verlag GmbH, 2002, 2007, 2010, 2013, 2016.

STICHMANN, WILFRIED: Der große Kosmos-Tierführer, Stuttgart, Franckh-Kosmos-Verlag, 2005.

 

  1. Vgl. BURTON (2004, 2008, 2013), S. 172. []
  2. STICHMANN (2005), S. 70/4. []
  3. HUME (2016), S. 348. []
  4. Vgl. HUME (2016), S. 348. []
  5. Vgl. STICHMANN (2005), S. 70/4. []
  6. HUME (2016), S. 348. []
  7. Vgl. BEZZEL (1996), S. 394. []
  8. Vgl. BEZZEL (1996), S. 394. []
  9. Vgl. BURTON (2004, 2008, 2013), S. 172. []
  10. Vgl. BEZZEL (1996), S. 394. []
  11. Vgl. BERTHOLD/MOHR (2006), S. 58. []