Grünfink (Carduelis chloris)

Der Grünfink ist auch unter dem Namen Grünling bekannt. Er ist in Gärten häufig zu Gast und lässt sich im Winter oftmals an Futterstellen beobachten.

  • Aussehen:  Kräftiger heller Schnabel, dunkler Schwanz mit gelben Rändern, grüngelbe Unterseite, apfelgrünes Gefieder. Weibchen unscheinbarer.1
  • Größe/Länge:  15 cm2
  • Gewicht:  25-34 g3
  • Vorkommen: Brutvogel in Europa und Nordafrika (mancherorts fehlend).4
  • Lebensraum: Gärten, Parks, Feldgehölze, Waldränder.5
  • Lebenserwartung:  /
  • Bevorzugte Speisen: Verschiedenste Sämereien, Knospen, Blüten sowie zur Brutzeit Insekten wie beispielsweise Blattläuse.6
  • Fressfeinde:  Greifvögel, Rabenvögel, Marder
  • Gefährdet durch: Gefahren auf dem Weg vom/ins Winterquartier, Trichomonaden-Epidemien

 

Lebensweise/Fortpflanzung: Der Grünfink legt sein Nest in nicht allzu hoher Höhe in Büschen, Bäumen oder Kletterpflanzen an. Dort legt er ab April 4-6 weißliche Eier mit bräunlichen und schwärzlichen Flecken. Die Eier werden 12-15 Tage bebrütet und die Jungen verbleiben im Anschluss daran 14-17 Tage im Nest.7

 

Besonderheiten:  Der Grünfink lässt seinen Gesang von einer Warte aus ertönen oder aber während seines Singfluges. In letzterem zeigt der Vogel gaukelnde Bewegungen, die an eine Fledermaus erinnern.8

 

Interessantes:  Der Grünfink zeigt im Herbst ein reges Interesse an Hagebutten, wobei vor allem die großen Hagebutten der Kartoffelrose hoch bei ihm im Kurs stehen. Sind im Garten geöffnete Hagebutten zu finden, deren Nüsschen fehlen, so steckt in der Regel der Grünfink dahinter.9

 

Nutzen für den Naturgarten:  Insektenregulierung (beschränkt auf Brutzeit).

 

Das hilft dem Grünfink:  Ecke mit „Unkräutern“ wie Disteln, Ackersenf, Löwenzahn, Klette aber auch Bäume wie Ulme und Eibe (Achtung giftig!) im Garten. Futterstelle mit Erdnüssen und Sonnenblumenkernen.10
Auch Fettfutter wird gerne angenommen. Meisenknödel sind im Falle der Ganzjahresfütterung bei Grünfinken auch im Sommer beliebt.11
Tägliche Reinigung inklusive Wasserwechsel bei Vogeltränken (v.a. bei sommerlichen Temperaturen), um einem Befall von Trichomonaden vorzubeugen.

 

Das schadet dem Grünfink:  Mangelnde Reinigung von Vogeltränken (v.a. im Sommer), Entfernung von so genannten Unkräutern, Pestizide

 

Auszeichnungen:  /

 

Persönliche Anmerkungen: Der Grünfink zählt mit zu den häufigsten Besuchern an Futterstellen. Bei uns ist der Grünfink im Winter regelmäßig, im Sommer eher unregelmäßig zu Gast. Er hat sich bei seinen Besuchen bislang niemals unverträglich gegenüber anderen Vögeln gezeigt, obwohl ihm dies manchmal nachgesagt wird.
Sein Futter nimmt der Grünfink bei uns sowohl aus Futtersäulen als auch aus Meisenknödel-Halterungen sowie vom Boden auf.

 

Literaturhinweise

BERTHOLD/MOHR: Vögel füttern – aber richtig, Stuttgart, Franckh-Kosmos-Verlag, 2006.

BURTON, ROBERT: Vögel im Garten, München, Dorling Kindersley Verlag GmbH, 2004, 2008, 2013.

BEZZEL, EINHARD: BLV Handbuch Vögel, München, BLV Verlagsgesellschaft mbH, 1996.

STICHMANN, WILFRIED: Der große Kosmos-Tierführer, Stuttgart, Franckh-Kosmos-Verlag, 2005.

 

  1. Vgl. BURTON (2004, 2008, 2013), S. 211. []
  2. STICHMANN (2005), S. 96/3. []
  3. Schweizerische Vogelwarte Sempach. Grünfink. Stand: 06.07.17. http://www.vogelwarte.ch/de/voegel/voegel-der-schweiz/gruenfink []
  4. Vgl. BEZZEL (1996), S. 502. []
  5. Vgl.STICHMANN (2005), S. 96/3. []
  6. Vgl. BEZZEL (1996), S. 502. []
  7. Vgl. BEZZEL (1996), S. 502. []
  8. Vgl. BEZZEL (1996), S. 503. []
  9. Vgl. STICHMANN (2005), S. 96/3. []
  10. Vgl. BURTON (2004, 2008, 2013), S. 211. []
  11. Vgl. BERTHOLD/MOHR (2006), S. 48. []