Grauspecht (Picus canus)

Der Grauspecht kann aufgrund seiner Ähnlichkeit mit dem Grünspecht verwechselt werden, zumal er wie dieser auch auf dem Boden nach Nahrung sucht.

  • Aussehen:  Graugrüne Oberseite, schwarzer Bartstreif, rote Stirn (Männchen).1
  • Größe/Länge:  27 cm2
  • Gewicht:  125-165g3
  • Vorkommen: Brutvogel von Europa bis Ostasien (mit imaginärer Nord-/Südgrenze).4
  • Lebensraum: Wälder, Parks; Streuobstwiesen
  • Lebenserwartung:  /
  • Bevorzugte Speisen: Insekten (v.a. Ameisen), auch Beeren und Obst.5
  • Fressfeinde:  Greifvögel, Marder
  • Gefährdet durch: Ausräumung von Totholz-/Altholzbeständen, Verlust von Streuobstwiesen

 

Lebensweise/Fortpflanzung: Der Grauspecht baut sich seine Nisthöhle selbst, bezieht aber auch bereits vorhandene. Dort legt er ab Ende April 7-9 weiße Eier, die er 14-17 Tage bebrütet. Die Jungen verbleiben 23-25 Tage im Nest.6

 

Besonderheiten:  Der Grauspecht begibt sich zur Nahrungssuche, ähnlich wie der Grünspecht, auch auf den Boden, wo er nach Ameisen sucht.

 

Interessantes:  Der Trommelwirbel des Grauspechts setzt sich aus 19-39 Schlägen zusammen. Dabei bringt es der Grauspecht innerhalb von einer Sekunde auf 20 Schläge.7

 

Nutzen für den Naturgarten:  Insektenregulierung (v.a. außerhalb des Gartens)

 

Das hilft dem Grauspecht:  Altholzbestände, Futterstellen mit Fettfutter

 

Das schadet dem Grauspecht:  Pestizide

 

Auszeichnungen:  /

 

Persönliche Anmerkungen: /

 

Literaturhinweise

BERTHOLD/MOHR: Vögel füttern – aber richtig, Stuttgart, Franckh-Kosmos-Verlag, 2006.

BEZZEL, EINHARD: BLV Handbuch Vögel, München, BLV Verlagsgesellschaft mbH, 1996.

STICHMANN, WILFRIED: Der große Kosmos-Tierführer, Stuttgart, Franckh-Kosmos-Verlag, 2005.

 

  1. Vgl. BERTHOLD/MOHR (2006), S. 55. []
  2. STICHMANN (2005), S. 172/3. []
  3. Schweizerische Vogelwarte Sempach. Grauspecht. Stand: 07.09.17. http://www.vogelwarte.ch/de/voegel/voegel-der-schweiz/grauspecht []
  4. Vgl. BEZZEL (1996), S. 338. []
  5. Vgl. BEZZEL (1996), S. 338. []
  6. Vgl. BEZZEL (1996), S. 339. []
  7. Vgl. BEZZEL (1996), S. 338. []