Graureiher (Ardea cinerea)

Der Graureiher ist ein seltener Besucher im Garten. Wenn die äußeren Bedingungen aber stimmen, können Sie ihn mit etwas Glück am frühen Morgen in Ihrem Naturgarten beobachten.

  • Aussehen: Kopf und Hals weiß, mit Ausnahme eines schwarzen Streifens bis in die herabhängenden Schmuckfedern.1 Hellgrauer Körper.2
  • Größe/Länge: 90-98 cm, Flügelspannweite von 175 – 195 cm.3
  • Gewicht: 1000 – 3000 g4
  • Vorkommen: In Europa und Asien. „Außerdem in Süd- und Ostafrika mit Ausnahme von Tundren, Wüsten, Steppen und Hochgebirgen.“5
  • Lebensraum: Bäche, Flüsse, Seen. Zudem Wiesen und Felder zur Mäusejagd.6
  • Lebenserwartung: Circa 24 Jahre.7
  • Bevorzugte Speisen: Wasserinsekten, Würmer, Schnecken, Fische, Amphibien sowie gelegentlich kleine Säugetiere.8
  • Fressfeinde: Seeadler, Habicht, Waschbär,9 Fuchs.
  • Gefährdet durch: Lebensraumveränderungen, Rodungen (speziell von Brutbäumen).

 

Lebensweise: Der Graureiher hat einen täglichen Nahrungsbedarf von rund 500 g. Außerhalb der Brutzeit deckt er diesen zu einem erheblichen Teil durch Wühlmäuse. Der Graureiher brütet selten alleine, sondern zählt zu den so genannten Koloniebrütern. Der Brutbeginn liegt mit Februar/März recht zeitig. (Vgl. STICHMANN (2005), S.108/1.)

Genistet wird in hohen Bäumen in Horsten, die sowohl von Männchen als auch Weibchen gebaut werden. Das Gelege besteht aus 4-5 blassblauen Eiern, die von beiden Tieren 25 – 26 Tage bebrütet werden. Circa 50 Tage nach dem Schlüpfen sind die Jungtiere flügge. Im Winter werden die Horste häufig als gemeinschaftliche Ruheplätze genutzt.10

 

Besonderheiten: Der Graureiher fällt durch seinen dolchförmigen Schnabel auf und zieht den Kopf beim Fliegen – im Gegensatz zum Storch, welcher mit ausgestrecktem Hals fliegt – an den Körper heran.11

 

Interessantes: Der Graureiher ist nach dem Storch unser zweitgrößter einheimischer Vogel.12

 

Nutzen für den Naturgarten: Abgesehen von den seltenen Fällen, in denen der Graureiher Ihnen bei einer Wühlmausplage im Naturgarten etwas Arbeit abnimmt, keine.

 

Das hilft dem Graureiher: Störungsfreie Aufenthaltsplätze, gesunde Bäche, Flüsse, Seen und Teiche.

 

Das schadet dem Graureiher: Pestizide, verunreinigte Gewässer.

 

Auszeichnungen: /

 

Persönliche Anmerkungen: Der Graureiher ist ein Vogel, der sehr empfindlich und schnell auf Störungen reagiert.

 

 

Literaturhinweise

BURTON, ROBERT: Vögel im Garten, München, Dorling Kindersley-Verlag, 2004.

STICHMANN, WILFRIED: Der große Kosmos-Tierführer, Stuttgart, Franckh-Kosmos-Verlag, 2005.

 

  1. Vgl. STICHMANN (2005), S. 108/1. []
  2. BURTON (2004), S.126. []
  3. BURTON (2004), S.126. []
  4. URL: http://nrw.nabu.de/themen/jagd/wasservoegel/06747.html [21.08.14]. []
  5. URL: http://nrw.nabu.de/themen/jagd/wasservoegel/06747.html [21.08.14]. []
  6. Vgl. STICHMANN (2005), S. 108/1. []
  7. URL: http://www.kindernetz.de/oli/tierlexikon/graureiher/-/id=74986/nid=74986/did=83884/1qe8wio/ [21.08.14]. []
  8. Vg. BURTON (2003), S. 126. []
  9. URL: http://www.waz-online.de/Wolfsburg/Stadt-Wolfsburg/Waschbaeren-Alarm-Sie-bedrohen-nicht-nur-Voegel [21.08.14]. []
  10. Vgl: BURTON (2004), S. 126. []
  11. Vgl. BURTON (2004), S. 126. []
  12. URL: http://www.kindernetz.de/oli/tierlexikon/graureiher/-/id=74986/nid=74986/did=83884/1qe8wio/ [21.08.14]. []