Gebirgsstelze (Motacilla cinerea)

Die Gebirgsstelze ist sehr stark ans Wasser gebunden und bevorzugt insbesondere schnell fließende, naturnahe Gewässer.

  • Aussehen: Grauer Rücken, Unterseite gelb bis weiß, gelber Schwanzwurzelbereich.1 Langer Schwanz.
  • Größe/Länge: 18 cm2
  • Gewicht: 15-23 g3
  • Vorkommen: Brutvogel der mittleren Breiten von Ostasien bis Westeuropa, fehlt jedoch in einigen Teilen.4
  • Lebensraum: Ursprünglich an Wildbächen mit Abbruchufern und Schotterflächen in den Mittelgebirgen, inzwischen auch an anderen Fließgewässern und an Wehren und Brücken sogar vereinzelt im Tiefland.5
  • Lebenserwartung: 8 Jahre , 0 Monate (Höchstalter eines beringten Vogels; durchschnittliche Lebenserwartung deutlich geringer (EURING))6
  • Bevorzugte Speisen: Vor allem kleine Wasser- und Ufertiere, wie Insekten und deren Larven, Spinnen, kleine Würmer.7
  • Fressfeinde: Greifvögel, Katzen, Elstern, Marder
  • Gefährdet durch: Reise vom/ins Winterquartier, wasserbauliche Maßnahmen, Überschwemmungen von Nestern an Uferböschungen bei Hochwasser

 

Lebensweise/Fortpflanzung: Die Gebirgsstelze legt ihr Nest in Uferböschungen, Felsspalten, am Ufer und Baumwurzeln, aber auch an Brücken etc. an. Ab April (mitunter ab Ende März) legt sie 4-6 blaue bis rahmfarbene Eier mit schwach rotbraunen Flecken, die sie 12-14 Tage bebrütet. Die Jungen werden rund 11-14 Tage im Nest gefüttert, sind aber erst ein paar Tage später voll flugfähig.8

 

Besonderheiten: Der Gang ähnelt dem der Bachstelze (mit wippendem Schwanz), der Flug ist wellenförmig. Die Gebirgsstelze ist fast nie in größeren Trupps unterwegs.9

 

Interessantes: Die Gebirgsstelze besitzt von allen Stelzenarten den längsten Schwanz.10

 

Nutzen für den Naturgarten: /

 

Das hilft der Gebirgsstelze: Erhalt ihres bevorzugten Lebensraumes. Im Ortsbereich stellt sich die Gebirgsstelze hin und wieder an Futterstellen ein und kann dort Weichfutter aufnehmen.11

 

Das schadet der Gebirgsstelze: Lebensraumverlust, Biozide

 

Auszeichnungen: /

 

Persönliche Anmerkungen: /

 

Literaturhinweise

BERTHOLD, PETER / MOHR; GABRIELE: Vögel füttern – aber richtig, Stuttgart, Franckh-Kosmos-Verlag, 2006.

BEZZEL, EINHARD: BLV Handbuch Vögel, München, BLV Verlagsgesellschaft mbH, 1996.

STICHMANN, WILFRIED: Der große Kosmos-Tierführer, Stuttgart, Franckh-Kosmos-Verlag, 2005.

 

  1. Vgl. STICHMANN (2005), S. 64/3. []
  2. STICHMANN (2005), S. 64/3. []
  3. URL: http://www.vogelwarte.ch/de/voegel/voegel-der-schweiz/bergstelze.html [10.09.15] []
  4. Vgl. BEZZEL (1996), S.376. []
  5. STICHMANN (2005), 64/3. []
  6. URL: http://www.vogelwarte.ch/de/voegel/voegel-der-schweiz/bergstelze.html [10.09.15] []
  7. BEZZEL (1996), S.376. []
  8. Vgl. BEZZEL (1996), S.376. []
  9. Vgl. BEZZEL (1996), S. 376. []
  10. BERTHOLD/MOHR (2006), S. 67. []
  11. Vgl. BERTHOLD/MOHR (2006), S.67. []