Erlenzeisig (Carduelis spinus)

Der Erlenzeisig zeigt sich häufig in Trupps und lässt sich im Winter des öfteren an Futterstellen beobachten.

  • Aussehen:  Rücken olivgrün, Hals und Brust gelblich, gelber Bürzel und gelbe Schwanzseiten.1 Männchen mit schwarzem Scheitel und Kinn, Weibchen mit gestreifter Brust und ohne Schwarz am Kopf.2
  • Größe/Länge:  12 cm3
  • Gewicht:  10-14 g4
  • Vorkommen: Außerhalb der Brutzeit vor allem in erlen- und birkenreichen Gebieten, brütet jedoch bevorzugt in den Nadelwäldern des Bergwaldes.5
  • Lebensraum: Brutvogel von Westeuropa bis Zentralasien (in einigen Gebieten fehlend).6
  • Lebenserwartung:  /
  • Bevorzugte Speisen: Samen (z.B. von Koniferen, Erlen, Birken und Disteln). Zur Brutzeit Insekten.7
  • Fressfeinde:  Greifvögel, Katzen
  • Gefährdet durch: Gefahren auf dem Weg vom/ins Winterquartier

 

Lebensweise/Fortpflanzung: Der Erlenzeisig legt sein Nest hoch im Baum (vermutlich) vorzugsweise in Fichten an. Mitunter schon ab Februar legt er 4-6 helle Eier mit feinen violetten oder rötlichen Punkten und Tupfen. Die Eier werden 12-14 Tage bebrütet und die Jungen bleiben circa 13-15 Tage im Nest. Nach dem Ausfliegen werden sie von den Elterntieren noch eine Weile betreut.8

 

Besonderheiten:  Der Erlenzeisig besitzt einen besonders langen und schmalen Finkenschnabel. Mit diesem gelingt es besonders gut, an die Samen von Korbblütlern (wie beispielsweise Disteln) zu gelangen. Auch die Samen von Erlen und Nadelbäumen werden damit leichter ergattert.9

 

Interessantes:  Ähnlich dem Stieglitz zeigt auch der Erlenzeisig eine gewisse Akrobatik, wenn er auf der Suche nach Futter kopfüber an dünnen Zweigen hängend Samenstände bearbeitet.10

 

Nutzen für den Naturgarten:  Insektenregulierung in Maßen (zur Brutzeit).

 

Das hilft dem Erlenzeisig:  Erhalt von Erlen, Birken sowie Fichten, „Unkrautecke“ mit Disteln, Löwenzahn, Mädesüß etc.11
Futterstelle mit Meisenknödeln, Fettfutterglocken sowie losen, kleineren Sämereien.12 Zudem Erdnüsse aus hängenden Futtergefäßen.13

 

Das schadet dem Erlenzeisig:  Pestizide, Ausräumung von „Unkräutern“

 

Auszeichnungen:  /

 

Persönliche Anmerkungen: /

 

Literaturhinweise

BERTHOLD/MOHR: Vögel füttern – aber richtig, Stuttgart, Franckh-Kosmos-Verlag, 2006.

BURTON, ROBERT: Vögel im Garten, München, Dorling Kindersley Verlag GmbH, 2004, 2008, 2013.

BEZZEL, EINHARD: BLV Handbuch Vögel, München, BLV Verlagsgesellschaft mbH, 1996.

STICHMANN, WILFRIED: Der große Kosmos-Tierführer, Stuttgart, Franckh-Kosmos-Verlag, 2005.

 

  1. Vgl. BEZZEL (1996), S. 506. []
  2. Vgl. BERTHOLD/MOHR (2006), S. 48. []
  3. STICHMANN (2005), S. 98/1. []
  4. Schweizerische Vogelwarte Sempach. Erlenzeisig. Stand: 03.08.17. http://www.vogelwarte.ch/de/voegel/voegel-der-schweiz/erlenzeisig []
  5. Vgl. STICHMANN (2005), S. 98/1. []
  6. Vgl. BEZZEL (1996), S. 506. []
  7. Vgl. BURTON (2004, 2008, 2013), S. 212. []
  8. Vgl. BEZZEL (1996), S. 507-508. []
  9. Vgl. BEZZEL (1996), S. 507. []
  10. Vgl. BURTON (2004, 2008, 2013), S. 212. []
  11. Vgl. BEZZEL (1996), S. 507. []
  12. Vgl. BERTHOLD/MOHR (2006), S. 48. []
  13. Vgl. BURTON (2004, 2008, 2013), S. 212. []