Dorngrasmücke (Sylvia communis)

Die Dorngrasmücke ist ein typischer Heckenvogel, der seit den 60er-Jahren leider einen deutlichen Bestandsrückgang verzeichnet hat.

  • Aussehen: Kopf groß und grau, weiße Kehle, dunkle Augen mit hellem Augenring, langer Schwanz, rostrotes Feld auf den Flügeln.1
  • Größe/Länge: 14 cm2
  • Gewicht: 12-18g3
  • Vorkommen: Brutvogel in Europa bis Mittelasien, Nordwestafrika, Vorderasien.4 Fehlt im Norden Europas und Asiens.5
  • Lebensraum: Agrarlandschaft mit Hecken und Dornbüschen.6
  • Lebenserwartung: 8 Jahre, 8 Monate (Höchstalter eines beringten Vogels; durchschnittliche Lebenserwartung deutlich geringer (EURING))7
  • Bevorzugte Speisen: Im Sommer Insekten, im Herbst und Winter Früchte und Beeren.8
  • Fressfeinde: Sperber, Marder, Katze
  • Gefährdet durch: Lebensraumverlust durch Flurbereinigung, Biozideinsatz, Trockenperioden in der Sahelzone.9 Zudem fortschreitende Wüstenbildung in den Winterquartieren.10

 

Lebensweise: Die Dorngrasmücke brütet in Hecken und Büschen offener Landschaften, wozu sie auch gerne Brennnesseldickichte oder Brombeersträucher aufsucht. Das Nest befindet sich meist weniger als 70 cm über dem Boden. Ab Mai werden 3-6 weißlichgraue Eier mit zarter hellgrüner, olivfarbener oder brauner Sprenkelung und weiteren dunklen Punkten gelegt. Diese werden 11-14 Tage bebrütet. Die Jungen werden 10-14 Tage lang im Nest von den Elterntieren gefüttert.11

 

Besonderheiten: Die Dorngrasmücke besiedelt hin und wieder auch verwilderte Gärten, sofern ausreichend Deckung vorhanden ist.12

 

Interessantes: In den späten 60er-Jahren kam es zu einem starken Rückgang der Bestände der Dorngrasmücke, welche sich nur teilweise erholt haben. Als Ursache des plötzlichen Einbruchs werden Dürreperioden in den Winterquartieren in Afrika vermutet.13

 

Nutzen für den Naturgarten: Insektenfresser

 

Das hilft der Dorngrasmücke: Hecken, Brombeersträucher, Brennnesselansammlungen. Verzicht auf Biozide.

 

Das schadet der Dorngrasmücke: Verwendung von Bioziden, Fehlen von strukturreichem Lebensraum wie durch Hecken, Büsche etc.

 

Auszeichnungen: /

 

Persönliche Anmerkungen: /

 

Literaturhinweise

BEZZEL, EINHARD: BLV Handbuch Vögel, München, BLV Verlagsgesellschaft mbH, 1996.

BURTON, ROBERT: Vögel im Garten, München, Dorling Kindersley-Verlag, 2004, 2008, 2013.

STICHMANN, WILFRIED: Der große Kosmos-Tierführer, Stuttgart, Franckh-Kosmos-Verlag, 2005.

 

  1. Vgl. BURTON (2004, 2008, 2013), S- 173. []
  2. STICHMANN (2005), S. 76/4. []
  3. URL: http://www.vogelwarte.ch/de/voegel/voegel-der-schweiz/dorngrasmuecke.html []
  4. BEZZEL (1996), S. 426. []
  5. BEZZEL (1996), S. 426. []
  6. Vgl. STICHMANN (2005), S. 76/4. []
  7. URL: http://www.vogelwarte.ch/de/voegel/voegel-der-schweiz/dorngrasmuecke.html []
  8. Vgl. BURTON (2004, 2008, 2013), S- 173. []
  9. Vgl. STICHMANN (2005), S. 76/4. []
  10. URL:http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/pdfs/artenschutz/steckbrief_der_woche/20110905_artenschutz_steckbrief_dorngrasmuecke.pdf (Link leider nicht mehr verfügbar) []
  11. Vgl. BEZZEL (1996), S. 426. []
  12. Vgl. BURTON (2004, 2008, 2013), S- 173. []
  13. Vgl. BURTON (2004, 2008, 2013), S- 173. []