Die Sprache der Pflanzen und ihre Heilwirkung

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Das Buch wurde mir vom Irisiana Verlag kostenlos für eine Rezension zur Verfügung gestellt.

Inhalt

In ihrem Buch Die Sprache der Pflanzen und ihre Heilwirkung* widmet sich Bettina Hauenschild über 100 Bäumen und Kräutern, deren traditionelle Bedeutung sie ebenso erläutert wie mögliche Wirkungsweisen und Verwendungsmöglichkeiten.

Das Buch beginnt mit einer Einführung, in der die Autorin ein wenig von ihrem eigenen Weg berichtet. Auf diesem absolvierte sie neben ihrer Theatertätigkeit als Schauspielerin zusätzlich eine Heilpraktikerausbildung und wurde Phytotherapeutin.

Zudem gibt die Autorin im ersten Teil ihres Buches einen Einblick in die Welt der Pflanzen, indem sie kurz beschreibt, wie heilsam der Aufenthalt in der Natur für uns Menschen ist, welche Wirkstoffgruppen wir in Pflanzen vorfinden können und wie diese wirken. Auch eine kurze Erläuterung von Bachblüten- und Gemmotherapie findet sich hier, da im späteren Teil des Buches an manchen Stellen darauf verwiesen wird.

Der zweite Teil des Buches beschäftigt sich zunächst mit der geschichtlichen Entwicklung, anhand derer die Autorin erläutert, wie altes Heilwissen, Spiritualität und die Kommunikation mit der Natur verloren ging.

Im Anschluss daran beschreibt Bettina Hauenschild zunächst in Kürze praktische Anwendungen wie beispielsweise Kaltauszug, Tinktur oder Ölauszug, bevor sie sich den eigentlichen Pflanzenporträts widmet. Diese sind nach dem keltischen Jahreskreis gegliedert (abhängig von Blüte-, Ernte- oder Verarbeitungszeit).

Im Mittelteil des Buches befinden sich zudem 96 Farbfotos der wichtigsten im Buch erwähnten Pflanzen.

 

Rezension

Für die Lektüre des Buches habe ich knapp 4,5 Stunden benötigt. Das Buch lässt sich sehr gut lesen. Es ist in Schwarz-Weiß gehalten und wird durch einen Mittelteil mit 96 Farbfotos der wichtigsten im Buch erwähnten Pflanzen ergänzt.

In puncto Layout hätte ich mir dennoch ein wenig Farbe gewünscht wie beispielsweise eine durchgehende Gestaltung von Überschriften, Pflanzen- und/oder Monatsnamen in einem bestimmten Farbton. Hauptgrund hierfür ist, dass das Buch nach dem ersten Durchlesen sicherlich des öfteren zum schnellen Nachschlagen benutzt wird und ein „Farbcode“ die Auffindbarkeit noch einmal zusätzlich erhöht würde.

Davon einmal abgesehen gefällt mir das Buch allerdings sehr gut. Zum einen weil die Informationen rund um Geschichtliches, Spiritualität und Phytotherapie zwar vielseitig sind, aber auch nicht allzu sehr ins Detail gehen. So ist sichergestellt, dass der Lesefluss auch bei auf diesen Interessengebieten eher unbedarften Lesern erhalten bleibt. Damit eignet sich das Buch sehr gut für Einsteiger auf diesem Gebiet, die zwar einen Überblick über einige Facetten dieses Themas wünschen, von der Masse an Informationen aber auch nicht erschlagen werden wollen.

Die Pflanzenporträts sind ebenso sehr gut gelungen. Dies vor allem deswegen, weil die Autorin sowohl ein paar allgemeine Informationen zur Pflanze gibt, als auch konkrete Anwendungsmöglichkeiten wie beispielsweise die Braunellen-Hautsalbe, die Steinklee-Venensalbe oder den Fichtenwipfelsirup beschreibt. Zudem werden die Pflanzenbeschreibungen an der ein oder anderen Stelle durch Informationen zur Symbolik oder traditionellen Verwendung der Pflanze ergänzt.

Dabei gelingt es Bettina Hauenschild, die Rezepte auch ohne weitere Illustrationen oder Fotos leicht verständlich und mit konkreten Angaben zu versehen, so dass das Nachmachen kein Problem darstellen sollte. Positiv hierbei ist auch, dass sich bei den im Buch vorgestellten Anwendungsmöglichkeiten auch einige finden lassen, die ohne allzu großen Aufwand beziehungsweise ohne übermäßig viele Zutaten angefertigt werden können. Ein weiterer Pluspunkt für alle, die einfach mal in dieses Thema reinschnuppern wollen.

Die Auswahl der Pflanzen ist auch aus Sicht des Naturgärtners interessant. Es werden einige Pflanzen beschrieben, die auch im Naturgarten angetroffen werden können wie beispielsweise Weide, Kornelkirsche, Eberesche, Brennnessel, Taubnessel, Herzgespann oder Königskerze. Hierbei geht es zwar fast nie um die ökologische Bedeutung des Pflanzen, doch kann es bereichernd sein, neue Aspekte dieser Pflanzen kennen zu lernen.

Wichtig im Zusammenhang mit den Pflanzenporträts ist allerdings die Tatsache, dass das vorliegende Buch kein Pflanzenbestimmungsbuch darstellt. Wer sich als Leser an einigen der Rezepten ausprobieren möchte, der benötigt daher auf jeden Fall ein verlässliches Bestimmungsbuch beziehungsweise anderweitig erlangtes Fachwissen, um Verwechslungen mit giftigen Pflanzen auszuschließen. Einen Abzug gibt es von meiner Seite aus hierfür nicht, da ich dies von einem solchen Buch auch nicht erwarte.

 

Fazit

Die Sprache der Pflanzen und ihre Heilwirkung ist ein interessantes Buch für alle, die sich der Phytotherapie ganzheitlich nähern wollen und Freude an zusätzlichen Informationen wie z.B. Geschichtlichem oder Symbolik haben.

 

Bewertung

Gesamtbewertung: 4,5

(1 = nicht empfehlenswert / 5 = sehr empfehlenswert)

 

Weitere Informationen

  • Autor: Bettina Hauenschild
  • Broschiert: 208 Seiten
  • Verlag: Irisiana Verlag
  • Sprache: Deutsch
  • Erscheinungstermin: 20. März 2017

 

Hinweis

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