Buchfink (Fringilla coelebs)

BuchfinkDer Buchfink nimmt sein Futter bevorzugt vom Boden auf und lässt sich daher im Winter recht häufig an Bodenfutterstellen im Garten beobachten.

 

 

  • Aussehen:  Männchen mit blaugrauer Kappe, braunem Rücken, rosafarbener Unterseite. Weibchen olivbraun und insgesamt unauffälliger. Beide mit olivgrünem Bürzel und weißen Flügelbinden.1
  • Größe/Länge:  15 cm2
  • Gewicht:  19-24 g3
  • Vorkommen: Brutvogel in ganz Europa (in manchen Teilen fehlend), in Nordafrika und Vorderasien bis Iran.4
  • Lebensraum: Wälder aller Art und Gärten. Generell überall dort, wo es Bäume gibt.5
  • Lebenserwartung:  /
  • Bevorzugte Speisen: Samen und Früchte von Bodenpflanzen und Bäumen (beispielsweise Ackerunkräuter, Bucheckern etc.) sowie Beeren und Knospen. Vorwiegend Spinnen und Insekten während der Brutzeit.6
  • Fressfeinde:  Greifvögel, Rabenvögel, Marder
  • Gefährdet durch: Gefahren auf dem Weg vom/ins Winterquartier

 

Lebensweise/Fortpflanzung: Der Buchfink legt sein Nest recht hoch in Bäumen an. Dort legt er ab April 4-6 zart hellblaue Eier, die meist sehr dicht rosa und braun gefleckt sind. Die Eier werden rund 12-13 Tage bebrütet und die Jungen verbleiben im Anschluss daran 12-15 Tage im Nest.7

 

Buchfink WeibchenBesonderheiten:  Bei uns ist der Buchfink ein Teilzieher. Interessanterweise sind es vor allem die Weibchen, die sich in Richtung West- und Südeuropa auf den Weg machen.8

 

Interessantes:  Beim Buchfink lassen sich, wie bei einigen anderen Singvögeln auch, Dialekte unterscheiden. Diese unterscheiden sich von Gegend zu Gegend, können aber im Falle des Buchfinks auch mit unterschiedlichen Biotopen in Beziehung stehen. Darüber hinaus müssen sich Dialekte nicht zwangsläufig regional unterscheiden, sie können auch in Form eng begrenzter, lokaler Populationen auftreten.9

 

Nutzen für den Naturgarten:  Insektenfresser (während der Brutzeit)

 

Das hilft dem Buchfink:  Bodenfutterstellen mit kleineren Sämereien und Haferflocken.10 Zudem Erdnussstückchen und Sonnenblumenkerne.11 Hohe Singwarten.

 

Das schadet dem Buchfink:  Pestizide

 

Auszeichnungen:  /

 

Persönliche Anmerkungen: Der Buchfink ist bei uns ein recht regelmäßiger Gast. Häufig kommen Weibchen und Männchen gleichzeitig zur Futtersuche in den Garten. Hierbei wird der Boden – gerne zusammen mit anderen Gästen wie Goldammern und Haussperlingen – ausgiebig und überaus geduldig nach Futter abgesucht.

 

Literaturhinweise

BERTHOLD/MOHR: Vögel füttern – aber richtig, Stuttgart, Franckh-Kosmos-Verlag, 2006.

BURTON, ROBERT: Vögel im Garten, München, Dorling Kindersley Verlag GmbH, 2004, 2008, 2013.

BEZZEL, EINHARD: BLV Handbuch Vögel, München, BLV Verlagsgesellschaft mbH, 1996.

STICHMANN, WILFRIED: Der große Kosmos-Tierführer, Stuttgart, Franckh-Kosmos-Verlag, 2005.

 

  1. Vgl. BURTON (2004, 2008, 2013), S. 206-207. []
  2. STICHMANN (2005), S. 96/1. []
  3. Schweizerische Vogelwarte Sempach. Buchfink. Stand: 06.06.17. http://www.vogelwarte.ch/de/voegel/voegel-der-schweiz/buchfink []
  4. Vgl. BEZZEL (1996), S. 496. []
  5. Vgl. STICHMANN (2005), S. 96/1. []
  6. Vgl. BEZZEL (1996), S. 496. []
  7. Vgl. BEZZEL (1996), S. 496. []
  8. Vgl. BEZZEL (1996), S. 496. []
  9. Vgl. BEZZEL (1996), S. 497. []
  10. Vgl. BERTHOLD/MOHR (2006), S. 49. []
  11. Vgl. BURTON (2004, 2008, 2013), S. 206. []