Aktions- und Gedenktage

Auf den hier folgenden Seiten möchte ich dir verschiedene Aktions- und Gedenktage vorstellen, die im weitesten Sinne mit dem Thema Garten, Natur- und Tierschutz zu tun haben.

Es handelt sich hierbei sowohl um Aktions- beziehungsweise Gedenktage, die nur in Deutschland begangen werden, als auch solche, welche weltweit gefeiert werden. Es ist erstaunlich, wie viele Tage im Jahr dafür vorgesehen sind, gewisse Themen und Problematiken in den Vordergrund zu stellen.

Nur wenigen dieser Tage wird in den Medien wirklich so viel Raum gewährt, dass sie der breiten Bevölkerung ein Begriff sind. Nichtsdestotrotz kann ein solcher Tag eine schöne Gelegenheit sein, sich den Herausforderungen unserer Zeit bewusst zu werden oder auch an einem solchen Tag ganz konkret ein Zeichen zu setzen … sei es alleine für uns , im Zusammenspiel mit Gleichgesinnten oder für  unsere Kinder.

Vielleicht veränderst du an einem solchen Tage nicht die Welt, aber oft sind es die kleinen Zeichen, die wirken und auf längere Sicht auch andere Menschen beeinflussen können. Eines wird ein solcher Tag aber mit Sicherheit tun: Er wird etwas Abwechslung und Abenteuer in deinen Alltag bringen – etwas, von dem wir nie genug haben können.
 

Ausgewählte, zur Thematik passende Gedenk- und Aktionstage

Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wenn du weitere Gedenk- und Aktionstage kennst, die thematisch passen, kannst du mir deine Vorschläge gerne zusenden. Ich werde diese prüfen und gegebenenfalls in den Katalog aufnehmen.

 

Quelle

(1) WIKIPEDIA (2013). Liste von Gedenk- und Aktionstagen [Online]. Verfügbar unter: Wikipedia [18.07.2013]

Tierfindlinge

OLYMPUS DIGITAL CAMERAWenn dein Garten mit der Zeit immer attraktiver für die verschiedensten Tierarten wird und diese sich zunehmend in deinem Garten aufhalten, dann steigt natürlich auch die Wahrscheinlichkeit, dass du eines Tages einen kleinen (oder großen) Tierfindling in deinem Garten entdecken wirst.
Sei es ein aus dem Nest gefallener Vogel, ein von der Katze verletztes Spitzmäuschen, ein paar junge Eichhörnchen, ein kleiner Igel, der mitten im Winter noch draußen umherirrt, einen durch den strengen Winter geschwächten Mäusebussard oder oder oder.
Die Tierart mag variieren, eines bleibt jedoch immer gleich wichtig:
Zum Wohle des Tieres ist es wichtig, schnell die richtige Entscheidung zu treffen!
 

Hilfreiche Links für den Notfall

Und die richtige Entscheidung kann in vielen Situationen gerade für Laien sehr schwer zu fällen sein, da es keine allgemein gültige Regel gibt, die du immer befolgen kannst. Manchmal kann es richtig sein, ein gefundenes Jungtier unter genauer Beobachtung noch alleine zu lassen, um zu sehen, ob es nicht vielleicht doch noch von den Elterntieren versorgt wird, während in anderen Situationen – und natürlich abhängig von der Tierart – schnellstes Eingreifen gefragt ist.

Mäusebussard aus BachDiesen Mäusebussard in der Abbildung rechts habe ich zum Beispiel im Winter aus einem Bach gezogen, da er mit gespreizten Flügeln rücklings auf dem Wasser trieb. In diesem Fall stand meine Entscheidung schnell fest: Rein in den Bach, dem armen Kerl einen Arm (dank Winterjacke gut gepolstert) hingestreckt und ihn mit dem anderen unter dem Rücken nach oben aus dem Wasser gedrückt. Da der Unglückspilz gut kooperierte und mit den Krallen kräftig zupackte, mussten wir uns nicht allzu lange im kalten Wasser aufhalten. Abgesehen davon, dass wir beide etwas nass wurden, hat also alles prima geklappt. Der Mäusebussard wurde danach übrigens tierärztlich versorgt und in der Wildvogel-Pflegestation Kirchwald e.V. aufgepäppelt. Ein, zwei Wochen später haben wir ihn wieder abgeholt und gesund bei uns in die Freiheit entlassen.

Da du kompetente Ansprechpartner im Notfall aufgrund von Öffnungszeiten etc. eventuell nicht immer sofort erreichst, gibt es glücklicherweise einige gute Seiten im Internet, die dir in einem Notfall weiterhelfen können. Damit du im Falle des Falles nicht lange suchen musst, findest due hier eine Liste mit Links zum Thema Tierfindlinge, von denen einige auch mir und meinen Schützlingen bereits gute Dienste geleistet haben.

Solltest du vollkommener Laie sein und in deiner Nähe eine gute und professionelle Auffangstation für Wildtiere haben, dann würde ich dir empfehlen, deinen Tierfindling – nach Absprache mit den Verantwortlichen natürlich – dorthin zu bringen.
 

Ehrliche Bestandsaufnahme ist notwendig

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das Aufziehen von Tierfindlingen eine extrem herausfordernde Zeit ist, die viel von den Pflegeeltern verlangt. Mitunter so viel, dass dies nur unter bestimmten Umständen realisierbar ist. Auch muss man darauf vorbereitet sein, dass alle Hingabe umsonst sein kann, wenn der kleine Findling die Pflegezeit nicht überlebt. Unterschätz nicht die Tatsache, wie sehr dir ein Tierfindling ans Herz wachsen kann.
Doch die wichtigste Frage, die du dir selbst stellen solltest, bleibt in meinen Augen:
Habe ich genug Wissen bzw.  gute Wissensquellen, um die Bedürfnisse dieses kleinen Wesens für die nächsten Tage und Wochen decken zu können und verfüge ich über die notwendigen Ressourcen?

Wenn du diese Frage mit Ja beantworten kannst und es keine bessere Lösung für das Tier gibt, ist es mit Sicherheit besser, einen Versuch zu wagen anstatt ein hilfloses Tier seinem Schicksal zu überlassen. Manchmal wächst man einfach in eine solche Aufgabe hinein.

Bei allen Überlegungen möchte ich natürlich auch nicht verschweigen, dass eine Pflegschaft nicht nur Belastungen mit sich bringt, sondern ihre ganz eigenen erfüllenden Momente … spätestens dann wenn sich die Tür für den kleinen Findling wieder öffnet und er nach erfolgreicher Auswilderung zurück nach Hause in die Natur darf, haben sich die Mühen mehr als gelohnt.

Bedürfnisse von Tieren

Du denkst darüber nach, deinen Garten zum Naturgarten umzuformen, um Tieren ein Zuhause zu bieten? Dann solltest du auf jeden Fall daran denken, dass auch Tiere Bedürfnisse haben und nach deren Erfüllung streben.
 

Wie ein Modell der Psychologie helfen kann

Vielleicht kennst du auch die Bedürfnispyramide nach Maslow, welche fünf Bedürfnisse des Menschen in Pyramidenform darstellt. Diese sind von unten nach oben: Körperliche Bedürfnisse, Bedürfnisse nach Sicherheit, Soziale Bedürfnisse, Ich-Bedürfnisse und Bedürfnisse nach Selbstverwirklichung. Doch warum in Pyramidenform? Nun, Maslow ging davon aus, dass jedes dieser Bedürfnisse eine gewisse Priorität hat und daher zuerst erfüllt werden müsse, bevor der Mensch sich dem nächsten Bedürfnis zuwendet. Ein kleines Beispiel an dieser Stelle: Solange ein Mensch Hunger und Durst leidet (Körperliche Bedürfnisse), wird er sich wohl kaum darüber Gedanken machen, wie er sich selbst am besten verwirklichen kann (Bedürfnisse nach Selbstverwirklichung), sondern sich konkret auf die Suche nach Flüssigkeit und Essbarem begeben. So kann grob gesagt werden, dass zunächst das unterste Bedürfnis einigermaßen erfüllt sein muss, bevor das nächsthöhere angestrebt wird.
 

Welche Bedürfnisse haben die Tiere in deinem Garten?

Doch warum solltest du dich mit einem Modell der Psychologie beschäftigen, wenn du im Grunde nur einen Naturgarten anlegen möchten? Ganz einfach: Weil es sich mit Tieren in vielerlei Hinsicht nicht viel anders verhält. Auch Tiere haben – abhängig von der jeweiligen Tierart – bestimmte Bedürfnisse bzw. bestimmte Vorstellungen davon, wann ein bestimmtes Bedürfnis gedeckt ist. Und nebenbei bemerkt unterscheiden sich die tierischen Bedürfnisse letztendlich gar nicht so sehr von unseren menschlichen. Auch für Tiere sind körperliche Bedürfnisse am wichtigsten, denn wenn diese nicht gedeckt werden, ist ein Überleben unmöglich. Die Bedürfnisse nach Sicherheit spielen selbstredend eine kaum minder wichtige Rolle, denn wenn kein sicherer Schlafplatz oder Platz zum Überwintern gefunden wird, kann auch das den Tod des Tieres bedeuten. Abhängig von der Tierart sind natürlich auch soziale Bedürfnisse wichtig, sei es, um sich in einer kalten Nacht gegenseitig zu wärmen, um durch das Auftreten in größerer Anzahl einen höheren Schutz zu genießen, um die Art durch Fortpflanzung zu erhalten etc..
 

Das Ziel für dich: So viele Bedürfnisse wie möglich decken

Wenn du dir das nun vor Augen führst, ist es verständlich, dass der Versuch, eine Tierart anzulocken umso erfolgreicher ist, je mehr du von den vorliegenden Bedürfnissen dieser Tierart decken kannst. Da es bislang noch keine Bedürfnispyramide für die einzelnen Tierarten gibt und wir uns damit eher selten beschäftigen, kann es mitunter schwierig sein, zu wissen, welche Bedürfnisse du decken solltest. Daher wirst du in den Steckbriefen auf der Seite „Tiere im Garten“ einige Informationen finden, die dir hoffentlich dabei helfen werden, die Bedürfnisse der Tiere besser zu verstehen.