10 Tipps für einen vogelfreundlichen Garten

Viele Naturgarten-Besitzer lieben Vögel und wünschen sich mehr davon in ihrem Garten. In diesem Artikel finden Sie 10 Tipps, mit denen Sie Ihren Garten vogelfreundlicher machen und Gartenvögel anlocken können.

  1. Laub im Herbst liegen lassen
  2. Vögel wie zum Beispiel die Amsel lieben es, herumliegendes Laub auf der Suche nach Insekten zu durchforsten. Zudem bietet Herbstlaub noch weiteren Nutzen. Lassen Sie daher im Herbst heruntergefallenes Laub (zumindest an einigen Stellen) liegen oder rechen Sie es unter Hecken und Gebüsche. Dort stört es Sie weniger und die Vögel können es dennoch durchsuchen.

  3. Wildblumenwiese anlegen
  4. Eine Wildblumenwiese lockt zum einen Insekten an und bietet damit indirekt Nahrung für Vögel. Zum anderen wird sie von einigen Vogelarten auf der Suche nach Samen auch gerne selbst direkt besucht. Legen Sie daher eine Wildblumenwiese an oder erlauben Sie einer kleinen Wiesenecke im Garten, sich selbst zu entfalten, indem Sie den Rasenmäher dort verbannen und die Düngung einstellen.

  5. Vogelschutzhecke anlegen
  6. Legen Sie eine Hecke aus Sträuchern für Vögel an, um Ihren gefiederten Freunden sowohl Nahrung als auch Nist- und Rückzugsmöglichkeiten zu bieten.

  7. Reisighaufen anlegen
  8. Reisighaufen sind beliebt. Nicht nur, weil sich dort aus Vogelsicht allerlei verzehrbare Leckereien herumtreiben, sondern auch deshalb, weil Reisighaufen Vögeln wie Zaunkönig, Rotkehlchen oder Heckenbraunelle hervorragende Rückzugs- und Nistmöglichkeiten bieten. Zudem ist ein Reisighaufen schnell angelegt und erspart Ihnen die zeitraubende Entsorgung von Schnittgut.

  9. Wände/Mauern begrünen
  10. Vögel nutzen durch Kletterpflanzen begrünte Wände gerne, um dort zu schlafen, zu nisten oder nach Nahrung zu suchen. Für eine solche Begrünung muss übrigens nicht immer die Hauswand herhalten. Gartenhäuser, Mauern, Carports, Pergolen oder Baumstümpfe eignen sich ebenso. Je nach tragender Struktur, Untergrund und ausgewählter Kletterpflanze gibt es in Bezug auf Tragfähigkeit und mögliche Schäden/Gefahren jedoch einige Punkte zu beachten. Suchen Sie daher vor einer Begrünung in jedem Fall fachmännischen Rat.

  11. Nistkästen aufhängen
  12. Einigen Vogelarten können Sie durch Aufhängen von Nistkästen Brutmöglichkeiten bieten. Denken Sie beim Erwerb neuer Nisthilfen wenn möglich auch an die etwas selteneren Nisthilfen wie solche für Baumläufer, Mauersegler & Co. Stellen Sie hierbei allerdings zuvor sicher, dass sich die ins Visier genommene Vogelart auch tatsächlich bei Ihnen in der Gegend aufhält, um sich teure Fehlkäufe zu ersparen. Dafür eignen sich sowohl eigene Beobachtungen als auch der Kontakt zu den hiesigen Naturschutzverbänden vor Ort.

  13. Vogeltränke aufstellen
  14. Vögel brauchen Wasser. Zum einen zur Deckung ihres Flüssigkeitsbedarfs und zum anderen für die Gefiederpflege. Eine Vogeltränke beziehungsweise ein Vogelbad wird von den Vögeln gerne angenommen. Stellen Sie Ihre Vogeltränke in einiger Entfernung zu Büschen auf, damit badende Vögel nicht von Katzen überrascht werden. Achten Sie zudem unbedingt auf ausreichende Hygiene. Tägliche Reinigung und Wasserwechsel sind gerade im Sommer unerlässlich, um Erkrankungen der Vögel zu vermeiden.

  15. Futterstelle einrichten
  16. Wenn es darum geht, ob bzw. wann Vögel gefüttert werden sollen, dann streiten sich die Geister. Von der (mittlerweile eher selteneren) Empfehlung, Vögel überhaupt nicht zu füttern, bis hin zu einer empfohlenen Ganzjahresfütterung finden Sie die ganze Bandbreite an Meinungen. Eines jedoch ist sicher: Eine Futterstelle spricht sich in Vogelkreisen schnell herum. Wenn Sie in Ihrem Garten eine Futterstelle anlegen, dann verwenden Sie Futterspender anstatt Futterhäusern, damit das Futter nicht durch Kot verschmutzt wird. Zudem sollten die Futterspender vor Regen und Schnee geschützt hängen und regelmäßig gereinigt werden. Achten Sie ebenso wie bei der Vogeltränke auf einen sicheren Futterplatz.

  17. Sandbadestelle anlegen
  18. Wenn Sie Spatzen eine Freude machen wollen, dann kommen Sie um eine Sandbadestelle nicht herum. Spatzen lieben Sand! Die Sandbadestelle sollte sich an einem sonnigen Platz befinden, der idealerweise auch noch vor Regen geschützt liegt. Auch eine Sandbadestelle muss den Vögeln ein sicheres „Badevergnügen“ ermöglichen. Hierfür ist ein ausreichender Abstand zu Büschen und Sträuchern einzuhalten. Zudem sollte die Sandbadestelle übersichtlich sein, damit Vögel mögliche Feinde schnell wahrnehmen können.

  19. Pestizide im Regal stehen lassen
  20. Machen Sie den Vögeln (und sich selbst) eine Freude, indem Sie auf Pestizide verzichten. Viele Vögel sind Insektenfresser und durch den Einsatz von Pestiziden nehmen Sie Vögeln die Nahrungsgrundlage.